Kunstfestival mitten in München:Schönheit des Andersseins

Die Glockenbachbiennale will die Besucher spüren lassen, was das Viertel seit den Zwanzigerjahren zu bieten hat: einen Platz, an dem Vielfalt erlaubt und geliebt wird.

"Different = normal", unter diesem Motto steht das breit gefächerte Kunst- und Kulturprogramm, das der Künstler Miro Craemer mit einem vierköpfigem Team vom 14. bis zum 24. Juli im Münchner Glockenbachviertel kuratiert. Eine Galerie, ein Café, ein Kino oder auch ein Architekturbüro - die Veranstaltungsorte sind vielfältig, ebenso wie die Veranstaltungsformen und die beteiligten Künstler. Seit den Zwanzigerjahren geht es in dem Viertel vor allem darum, einen Lebensraum für eine diverse Gemeinschaft zu erkämpfen, nun "LGBTQA+-Community" genannt. Heute geht es zunehmend auch um neue, andere Bedrohungen für die Vielfalt im Münchner Stadtbild - durch Gentrifizierungsprozesse werden alternative Lebensformen aus den Innenstädten gedrängt. Dass das Anderssein schützenswert und der Einsatz für die Vielfalt des Stadtbildes wichtig bleibt, darum dreht sich die Hauptausstellung ebenso wie das zehntägige dichte Festivalprogramm mit vielen Gesprächen, Führungen, Workshops und mehr.

Glockenbachbiennale, Eröffnung der Hauptausstellung am Do., 14. Juli, 19-21 Uhr, Architekturgalerie im Hochbunker an der Blumenstraße 22, www.glockenbachbiennale.com

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema