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Kommunalwahl in Fürstenfeldbruck:Kampf ums Bürgermeisteramt

Bei der Kommunalwahl bewerben sich 54 Kandidaten um die Spitzenposition in 21 der 23 Rathäuser im Landkreis. Jeweils sechs Kandidaten gibt es in Olching und Puchheim

Rathaus Olching

Ziel der Anstrengungen: Um den Spitzenjob in einem Rathaus bewerben sich zahlreiche Kandidaten.

(Foto: Matthias F. Döring)

Bei den Kommunalwahlen am 15. März sind die Einwohner in 21 der 23 Kommunen des Landkreises Fürstenfeldbruck auch zur Wahl des Bürgermeisters aufgerufen. Nur in Eichenau und Fürstenfeldbruck wird kein Rathauschef gewählt, Peter Münster (FDP, Eichenau) und Erich Raff (CSU) sind erst seit dreieinhalb und gut zwei Jahren im Amt. Unter den 54 Bewerbern um das wichtigste politische Amt in einer Stadt oder Gemeinde befinden sich nur sechs Frauen.

Lediglich eine von bislang zwei Bürgermeisterinnen stellt sich zur Wiederwahl, die andere kandidiert für das Amt des Landrats. Der jüngste Bewerber, er tritt in Adelshofen an, ist 27 Jahre alt. Fünf Bürgermeister nehmen auf jeden Fall Abschied von ihren Rathäusern, sie treten nicht mehr an. In sieben Gemeinden stehen die Sieger bereits so gut wie fest: Dort gibt es nur einen Kandidaten. Die größte Auswahl haben die Wähler in Olching und Puchheim, in diesen Städten bewerben sich jeweils sechs Kandidaten für das kommunale Spitzenamt.

In der einwohnerstärksten Kommune im Landkreis, in Germering, strebt Bürgermeister Andreas Haas (CSU) eine dritte Amtszeit an. Seine Herausforderer sind Stadträtin Agnes Dürr (Grüne) und Johannes Landendinger (SPD). Auch in Olching geht ein Bürgermeister ins Rennen, der seit zwölf Jahren im Amt ist: Andreas Magg (SPD). Er hat in den Stadträten Maximilian Gigl (CSU) und Andreas Teichmann (FDP) sowie in Michael Maier (Grüne), Stefan Eibl (Freie Wähler) und Gabriel Sailer (ÖDP) gleich fünf Herausforderer. Sechs Kandidaten um den Bürgermeisterposten gibt es auch in Puchheim. Bürgermeister Norbert Seidl (SPD) ist seit acht Jahren im Amt. Den Chefposten im Rathaus wollen aber auch Stadträtin Karin Kamleiter (CSU), Stadtrat Manfred Sengl (Grüne), Gudrun Horn (FW), Martin Koch (FDP) und Jürgen Honold (UBP) erobern.

Weitaus übersichtlicher ist das Kandidatenfeld in Adelshofen. Dort will nur Robert Bals (WG) Bürgermeister werden. Er ist mit 27 Jahren der jüngste Bewerber um dieses Amt im Landkreis und wird wohl Bürgermeister Michael Raith (CSU - BfA-N-L) ablösen, der nach 24 Jahren nicht mehr antritt. Auch in Türkenfeld gibt es nur einen Kandidaten: den Zweiten Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU). Bürgermeister Pius Keller (CSU) kandidiert nicht mehr. In fünf Gemeinden haben die bisherigen Bürgermeister keinen Herausforderer. So besteht die Spannung am Wahlabend nur darin, wie hoch die Zustimmung ausfällt. Ohne Konkurrenten treten an Franz Robeller (UWG) in Hattenhofen, Erwin Fraunhofer (CSU) in Jesenwang, Josef Heckl (BGM) in Mammendorf, Norbert Riepl (CSU) in Oberschweinbach und Thomas Totzauer (FW) in Schöngeising.

Bürgermeister, die gegen einen oder mehrere Herausforderer ins Rennen gehen, gibt es in Grafrath, Gröbenzell, Landsberied, Maisach, Mittelstetten und Moorenweis. In Grafrath hat es Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) mit zwei Konkurrenten zu tun, nämlich den Gemeinderäten Josef Heldeisen (SPD) und Martin Söltl (BfG). Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) muss sich gegen Gemeinderat Anton Kammerl (CSU), Ingo Priebsch (Grüne), Gregor von Uckermann (SPD) und Hendrik Grallert (FDP) durchsetzen, will er sein Amt behalten. In Landsberied nimmt es Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW) mit dem Gemeinderat Johann Märkl (Grüne) auf. Weil Sandra Meissner aus Kottgeisering auf eine zweite Kandidatur verzichtet hat, ist Schweitzer die einzige Frau im Landkreis, die sich als Bürgermeisterin einer Wiederwahl stellt. Drei Herausforderer hat Maisachs Bürgermeister Hans Seidl (CSU). Christine Wunderl (Grüne), Gottfried Obermair (FW) und Peter Aust (SPD) sind sämtlich Mitglieder des Gemeinderats. In Mittelstetten fordert Gemeinderat Franz Ostermeier (WUG) Bürgermeister Andreas Spörl (CSU) heraus und in Moorenweis hat es Bürgermeister Joseph Schäffler (CSU) mit seinem Stellvertreter Rudi Keckeis (BV) zu tun.

Auf jeden Fall einen neuen Bürgermeister wählen auch die Einwohner von Alling, Althegnenberg, Egenhofen, Emmering und Kottgeisering, wo die bisherigen Rathauschefs ebenfalls nicht mehr antreten. In Alling bewerben sich Gemeinderat Stefan Joachimsthaler (CSU), Zweiter Bürgermeister Hans Schröder (ABV) und Stefan Diemling (BsA) um die Nachfolge von Frederik Röder. In Althegnenberg folgt entweder Andreas Birzele (Grüne) oder Gemeinderat Rainer Spicker (BI) dem ehrenamtlichen Bürgermeister Paul Dosch an die Rathausspitze nach. Nachfolger von Josef Nefele in Egenhofen möchten Robert Köll (BGE) und Gemeinderat Martin Obermeier (NLE) werden.

In Emmering besteht das Bewerberfeld aus den Gemeinderäten Stefan Floerecke (CSU) und Fritz Cording (FW) sowie aus Ulrike Saatze (Grüne), Tomas Kraut (SPD) und Maximilian Gerber (FDP). In Kottgeisering wird nach sechs Jahren Bürgermeisterin Sandra Meissner wieder ein Mann die Wahl gewinnen, entweder Gemeinderat Stefan Schleibner (SPD) oder Zweiter Bürgermeister Andreas Folger (BV).

© SZ vom 14.02.2020
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