Kommunalwahl 2020 Kandidat ohne Namen

Freie Wähler Neufahrn streben Bürgermeisterposten an. Interessierte für die Gemeinderatsliste werden auch gesucht

Die Freien Wähler (FW) in Neufahrn positionieren sich für die Kommunalwahlen 2020 und planen, einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen zu schicken. Das hat Vorsitzender Manfred Holzer angekündigt. Ein Name wurde allerdings noch nicht genannt. 2014, nach dem Rückzug des langjährigen Bürgermeisters Rainer Schneider (FW), war Thomas Seidenberger für die Gruppierung angetreten. In der Stichwahl unterlag er dann aber Franz Heilmeier von den Grünen, der bereits angekündigt hat, eine weitere Amtszeit anzustreben.

Kandidaten für die Gemeinderatsliste suchen die Freien Wählern ebenfalls bereits. Das sei keine ganz leichte Aufgabe, deutete Holzer an. Denn künftig wird es wegen der gestiegenen Einwohnerzahl nicht mehr 24, sondern 30 Neufahrner Gemeinderäte geben, entsprechend länger muss auch die Kandidatenliste sein. Das Ziel hat Holzer jedenfalls formuliert: Die Freien Wähler wollen wieder stärkste Fraktion im Gemeinderat werden. Diese Position hatten sie 2014 eingebüßt. Inzwischen hat man aber durch den Fraktionswechsel zweier Gemeinderäte wieder an Stärke gewonnen und wie die CSU sieben Sitze.

Die Vorbereitungen für die nächste Kommunalwahl 2020 sieht der erst vor Kurzem neugewählte Vorstand als seine vorrangige Aufgabe an. Dem Team gehören Manfred Holzer (Vorsitzender), Uli Ebner (erster stellvertretender Vorsitzender), Edgar Oberprieler (zweiter stellvertretender Vorsitzender), Helmut Wenger (Schatzmeister), Thomas Seidenberger (Schriftführer) und Bodo Pfeiffer (Presse- und Öffentlichkeitsreferent) an. Die Freien Wähler haben aktuell 72 Mitglieder in Neufahrn.

Im Herbst wird auch ein Jubiläum gefeiert: Die Gruppierung ist seit 30 Jahren ein eingetragener Verein. Ihre Geschichte reicht freilich schon viel weiter zurück: Bereits in den 1960er Jahren haben sich verschiedene Wählervereinigungen in Neufahrn zusammengetan, in den folgenden Jahren sollten weitere dazu stoßen. Um sich straffer zu organisieren, entschlossen sich die Parteifreien Wähler - die heutigen Freien Wähler - dann 1989 zur Gründung eines Vereins.