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Wildbienen:Warum Blühstreifen oft nichts bringen

Zu den Wildbienenarten gehört auch die Rotschopfige Sandbiene, hier auf einer Brombeerblüte, aufgenommen in Freising.

(Foto: Julie Weissmann/oh)

Wildbienen sind enorm wichtig für die Bestäubung von Obstbäumen - und akut vom Aussterben bedroht. Warum so manche gut gemeinte Maßnahme den Tieren sogar schaden kann, und was man tun kann, um Wildbienen zu schützen.

Von Gudrun Regelein, Freising

Die Initiatoren des Volksbegehrens Artenschutz "Rettet die Biene" haben mit der Biene das ideale Symboltier gewählt. Bienen sind süß, sie erzeugen Emotionen, gelten aber auch als besonders fleißig. Ihr Fleiß aber wird überschätzt: Studien zufolge werden nämlich bis zu 50 Prozent aller Blütenbesuche nicht von Bienen geleistet, sondern von anderen Insekten. Von Motten, Schwebfliegen, Käfern, Mücken - oder von Wildbienen. "Dass Wildbienen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung gerade bei den Obstgewächsen spielen, ist zwar nicht neu. Aber sie machen teilweise die Hälfte der Besuche aus", berichtet Julie Weissmann. Für die Doktorandin an der TU München sind die Wildbienen seit Langem das Thema, sie leitet das Projekt "Urban Pollinators - Wildbienen in Freising" im Rahmen ihrer Promotion. Beteiligt seien Arten mit ganz unterschiedlichen Lebensraumansprüchen: von Hummeln, bodennistenden Sand- und Schmalbienen bis hin zu den solitär lebenden Maskenbienen und hohlraumnistenden Mauerbienen. "Es gilt, ihre Artenvielfalt zu schützen", betont Julie Weissmann.

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