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Poststelle in Allershausen:Verdacht auf Sprengstoff

Weiße Substanz aus Paket ist Nahrungsergänzungsmittel.

Von Thilo Schröder, Allershausen

Eine telefonische Mitteilung der Paketverteilstelle der Post in Allershausen war am Donnerstag gegen 8.30 Uhr bei der Polizeiinspektion Freising eingegangen, dass aus einer aufgerissenen, mehrere 100 Gramm schweren Paketsendung weißes Pulver riesle. Wie die Polizei berichtet, lagen keine genaueren Angaben vor, man habe mit allem rechnen müssen. Nach den jüngsten Sprengstoffpaketen, unter anderem am Münchner Flughafen, sei man alarmiert gewesen.

Nachdem das Gebäude geräumt war und die Postmitarbeiter eine Zwangspause eingelegt hatten, sicherte die Feuerwehr unter Vollatemschutz zunächst das Päckchen. Erste Messungen schlossen Explosionsgefahr sowie den Austritt von Radioaktivität oder Gas zunächst aus. Um sicher zu gehen, dass von dem Stoff keine Gefahren ausgingen, reichte das noch nicht. So zog man die Gefahrstoffberaterin der Landkreisfeuerwehr hinzu. Diverse Beprobungen schlossen eine Gefährdung von Personen durch den Stoff sehr wahrscheinlich aus.

Es sei der Verdacht aufgekommen, dass es sich bei dem weißen Pulver möglicherweise um Rauschgift handeln könnte, heißt es im Pressebericht der Polizei. So wurde bei der Staatsanwaltschaft Landshut zunächst die Postbeschlagnahme beantragt und das Päckchen der Polizei übergeben. Gegen 11 Uhr konnte die Paketverteilstelle wieder an die Mitarbeiter übergeben werden.

Das Paket wurde vom Rauschgiftkommissariates der KPI Erding zum LKA zur Beprobung übergeben. Es handelte sich um Nahrungsergänzungsmittel.

© SZ vom 27.02.2021/ilos
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