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Animationsfilm:Nicht ohne meinen Kater

Für ihren ersten Kindergarten-Ausflug nach Burg Funkelstein muss Conni sich von ihrem geliebten Kater Mau verabschieden. Doch nicht für lange ...

(Foto: Wild Bunch)

Zeichentrickadaption mit minimalistischem Look: "Meine Freundin Conni" orientiert sich an den Illustrationen der Bücher von Autorin Liane Schneider.

Von Barbara Hordych

Der dreitägige Kita-Ausflug zur Burgmühle Schloss Funkelstein verspricht für die kleine Conni ein großes Abenteuer zu werden. Es ist das erste Mal, dass sie ohne ihre Eltern eine Reise unternimmt, und leider muss sie dafür ihren geliebten Kater Mau zu Hause lassen. Die Heldin mit der charakteristischen roten Schleife im blonden Haar hat bereits zwei Kinoausflüge hinter sich - in Conni & Co und Conni & Co 2 spielte Til Schweigers Tochter Emma die Titelrolle. Beide Filme richteten sich allerdings schon an ein wenig ältere Kinder. Jetzt feiert mit Meine Freundin Conni - Das Geheimnis um Kater Mau die "Ursprungs-Conni" als Kindergartenkind ihr Leinwanddebüt - sehr gut geeignet ist es auch als Debüt für das gleichaltrige Kinopublikum.

Regisseur Ansgar Niebuhr orientierte sich bei der Umsetzung an den reduzierten Illustrationen der "Conni"-Bücher von Autorin Liane Schneider und schuf für seine Zeichentrickadaption einen liebevoll minimalistischen Look, der auch die jüngsten Zuschauer nicht überfordern dürfte. Auch bei der Handlung halten sich die Macher an das bewährte Konzept der Buchvorlagen. In den Alltagsabenteuern der "Conni"-Reihe behandelt die Autorin zumeist ein ganz bestimmtes Problem, mit dem Kinder sich gut identifizieren können. Nun gerät die kleine Heldin bei ihrem ersten Kita-Ausflug in ein von Kindern gut nachvollziehbares moralisches Dilemma: Weil niemand weiß, dass Mau heimlich in die Jugendherberge mitgekommen ist, fällt das Chaos, das er dort anrichtet, auf das Haustier der Herbergsfamilie zurück - prompt droht dem unschuldigen Waschbär Oskar dafür die Verbannung in den Zoo. Conni muss sich also entscheiden.

Meine Freundin Conni - Das Geheimnis um Kater Mau, Regie: Ansgar Niebuhr

© SZ vom 01.07.2020

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