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Migration:Kreis Ebersberg will Zuwanderern Integration erleichtern

Coronavirus - EU-Kommission

EU-Flaggen (Symbolfoto).

(Foto: dpa)

Der Landkreis führt eine Umfrage unter europäischen Ausländern durch. Ziel ist es, deren Ankommen zu erleichtern.

Mehr als 17 400 europäische Ausländer leben im Landkreis Ebersberg. Das sind immerhin über zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung. Grund genug für die Landkreisverwaltung, sich genauer mit dieser Personengruppe auseinanderzusetzen - und zwar in Form einer Umfrage, mit der die Bedürfnisse und Anliegen der Mitbürger aus dem europäischen Ausland erfasst werden sollen. Diese soll schlussendlich dazu dienen, Maßnahmen anzustoßen, um deren Integration zu erleichtern. Die Befragung läuft bereits, wer daran teilnehmen möchte, kann das noch bis Ende April tun.

Initiiert wurde die Befragung von der Sozialplanerin des Landkreises, Hanna Kohlert, und der Integrationsbeauftragten Tanja Eckle, die die Herangehensweise nun im Jugendhilfeausschuss des Kreistags vorstellten. Demnach ist die Umfrage in fünf Themenblöcke gegliedert: Allgemeines zur Person, die persönlichen Familienverhältnisse, Wohn- und berufliche Situation sowie Wünsche und Anregungen. Zudem sollen Daten verschiedener Einrichtungen, etwa dem Einwohnermeldeamt, der Ausländerbehörde oder der Arbeitsagentur, mit in die Auswertung einfließen. "Unser Ziel ist es, die Lebenssituation von Menschen zu erfragen, um daraus eine Bedarfsanalyse zu erarbeiten", so Hanna Kohlert.

Die Umfrage ist online abrufbar oder kann auf Wunsch auch auf Papier ausgefüllt werden. Angeboten werden die Sprachen Deutsch, Albanisch, Englisch, Italienisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Türkisch und Ungarisch. Diese Auswahl ist kein Zufall, sondern das seien die am häufigsten gesprochenen Sprachen der europäischen Ausländer im Landkreis, wie Kohlert auf Nachfrage von Freie-Wähler-Kreisrat Winfried Seidelmann erklärte. Dieser hatte eine französische und spanische Übersetzung vermisst.

Teilnehmen an der Befragung können noch bis zum 30. April alle Bürgerinnen und Bürger, die entweder selbst, beziehungsweise deren Eltern oder Großeltern, aus einem anderen europäischen Land in den Landkreis Ebersberg gekommen sind. Die Auswertung der Daten soll bis zum Sommer abgeschlossen sein. Dann werden die Ergebnisse erneut im Jugendhilfeausschuss präsentiert, wo dann schlussendlich die weiteren Schritte davon abgeleitet werden.

Umfrage unter europäischen Ausländern im Landkreis Ebersberg, abrufbar online unter demografie.lra-ebe.de

© SZ vom 19.03.2020/koei
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