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Bierfest:So will München das Reinheitsgebot feiern

Schönheit mit Minister: Sabine-Anna Ullrich und Helmut Brunner.

(Foto: Robert Haas)
  • Drei Tage lang präsentieren sich von Freitag, 22. Juli, an 110 Brauereien (hier eine Übersicht).
  • Man kann dort die Biere der einzelnen Kleinbrauereien verkosten.
  • In vier Infozonen wird über die Rohstoffe des Bieres, das Brauen und das damit verbundene Handwerk informiert.

Von Franz Kotteder

München feiert ein großes Bierfest, ist das wirklich etwas Neues? Ja - wenn es sich nicht um das Oktoberfest handelt. Bei dem, was sich vom 22. bis 24. Juli zwischen Wittelsbacherplatz, Odeonsplatz und Siegestor abspielt, handelt es sich um das "Festival 500 Jahre Bayerisches Reinheitsgebot", und das ist ein lupenreines Bierfest. Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) stellte es am Montag im Hofgarten mit der neugewählten Bierkönigin Sabine-Anna Ullrich und Vertretern des Brauerbunds vor.

Drei Tage lang präsentieren sich von Freitag, 22. Juli, an 110 Brauereien aus Franken, Oberbayern, Schwaben, Niederbayern und der Oberpfalz auf der Ludwig- und Brienner Straße, auf dem Wittelsbacher- und Odeonsplatz sowie im Innenhof des Landwirtschaftsministeriums.

Man kann dort die Biere der einzelnen Kleinbrauereien verkosten, es gibt Spezialitäten aus der bayerischen Küche sowie drei Musik- und Showbühnen, auf denen so unterschiedliche Combos wie Da Huawa, da Meier und i und Gerry & Gary and their used Underwear oder die Blaskapelle Petershausen aufspielen.

Verkostungsglas für drei Euro

In vier Infozonen wird über die Rohstoffe des Bieres, das Brauen und das damit verbundene Handwerk, Bier und Genuss sowie über Bayerns Privatbrauereien informiert. Bei verschiedenen "Genussforen" kann man lernen, wie man Bier richtig verkostet und wie es am besten zu Schokolade, Käse und bestimmten Gerichten passt.

Am Samstag gibt es einen Festgottesdienst, zelebriert von gleich vier Äbten aus bayerischen Klosterbrauereien, und außerdem einen großen Festzug mit 29 Brauereigespannen aus ganz Bayern. "Insgesamt erwarten wir zum Festival mindestens 100 000 Besucher", sagt Brunner.

Parallelen zum Oktoberfest lassen sich übrigens durchaus ziehen: Auch beim Festival gibt's kein Freibier. Wer zumindest einige der 600 vertretenen Bierspezialitäten testen will, muss ein Verkostungsglas für drei Euro erwerben. Den Preis für das Bier selbst kann jede Brauerei selbst bestimmen, er wird sich aber um einen Euro pro Zehntelliter bewegen, ist zu erfahren. Damit ist man dann schon fast bei Wiesnbier-Preisen, und manche Kleinbrauerei vom Lande erhofft sich da wohl einen satten Schnitt.

© SZ vom 28.06.2016

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