Münchner Norden:Angst vor der Autobahn

Münchner Norden: Mit einem Radlkorso zogen die Gegner des Straßenbaus durch das Hasenbergl vor die Tore von BMW.

Mit einem Radlkorso zogen die Gegner des Straßenbaus durch das Hasenbergl vor die Tore von BMW.

(Foto: Robert Haas)

Eine Gruppe von Organisationen, Vereinen und Anwohnerinitiativen macht mobil gegen den Anschluss der Schleißheimer Straße an die A 99 - an einem Radlkorso nehmen 100 Menschen teil.

Wird sich der Verkehr im Nordabschnitt der Schleißheimer Straße wirklich verdoppeln, falls die wichtige Nord-Süd-Achse dereinst tatsächlich an den Autobahnring A 99 angeschlossen sein wird? Wie viel Umweltzerstörung brächte ein Tunnelbau mit sich? Und: Welche Nachteile müssten die Nachbarn durch das kürzlich wieder auf die politische Agenda zurückgeholte Verkehrsprojekt erdulden? Fragen wie diese stellt eine ganze Gruppe von Vereinen, Organisationen und Anwohnerinitiativen. Die Kampagne "Keine BMW-Autobahn" hat kürzlich sogar wieder das Trommeln gegen das Projekt begonnen, das in erster Linie mit dem Autobauer in Verbindung gebracht wird und das voraussichtlich noch vor der Sommerpause im Stadtrat beraten werden dürfte. Ein Radlkorso mit rund 100 Teilnehmern hat am Dienstagabend einen Teil der Route abgefahren und den Protest auf die Straße gebracht - vom Hasenbergl bis an die Tore von BMW. "Der Straßenbau mitten durch die letzten Parks des Hasenbergls ist ein Riesenproblem aus sozialer, ökologischer und Klimaperspektive", formulieren die Initiatoren der Fahrrad-Demo. "Wenn es um die Konzerne geht, bleibt nicht mehr viel Klimaschutz übrig."

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