Heilpädagogische Tagesstätte Allach:Ein Deal für die Zukunft

Heilpädagogische Tagesstätte Allach: Gesichert: Auf dem Spielplatz der Heilpädagogischen Tagesstätte in Allach werden die Kinder auch in Zukunft toben können.

Gesichert: Auf dem Spielplatz der Heilpädagogischen Tagesstätte in Allach werden die Kinder auch in Zukunft toben können.

(Foto: Florian Peljak)

Verein kauft das Grundstück an der Eversbuschstraße und sichert so den Verbleib der Einrichtung.

Von Ellen Draxel

Die Verhandlungen waren schwierig. Aber sie haben sich gelohnt: Die Heilpädagogische Tagesstätte in Allach ist gerettet. Der Verein für heilpädagogische Aufgaben, der die Einrichtung an der Eversbuschstraße 156 seit mehr als 40 Jahren betreibt, hat das Anwesen selbst erworben - für rund sechs Millionen Euro.

Christoph Duschl freut's. "Ich bin froh, dass der Kauf geklappt hat", sagt der Vereins-Geschäftsführer. "Ist eine gute Botschaft." Die Investition war nötig geworden, weil der private Eigentümer das rund 3200 Quadratmeter große Grundstück im ensemblegeschützten Dorfkern Allach zu Geld machen wollte. Ein Maklerbüro war bereits mit der Abwicklung des Geschäfts beauftragt, und laut dem Makler gab es auch andere Interessenten. Hätten Investoren mit dem Ziel der Gewinnmaximierung den Zuschlag bekommen, wäre die Zukunft der Einrichtung ungewiss gewesen. Denn der Verein war bislang nur Mieter des Geländes. So aber können die Kinder weiter durch den verwinkelten Komplex mit seinem großzügigen Garten toben.

"Eine Million Euro der Gesamtsumme zahlen wir selbst", berichtet Duschl. "Das ist die Grenze dessen, was wir stemmen können." Der Restbetrag refinanziert sich über den Pflegesatz, den der Träger für die Betreuung von 64 Kindern und Jugendlichen mit besonderem Unterstützungsbedarf vom Stadtjugendamt und dem Bezirk Oberbayern erhält. Der Kredit, den der Verein für den Kauf aufnehmen musste, läuft über 30 Jahre - zu einem Zinssatz von unter vier Prozent. Duschl hofft, dass die Stadt jetzt auch noch die Nebenkosten übernimmt.

Sowohl die Kommune als auch der Bezirk Oberbayern seien "sehr kooperativ" gewesen, lobt Duschl. "Beide haben sich sehr um eine Lösung bemüht, das muss ich wirklich sagen." Allerdings fehle ihm nach wie vor die offizielle Zustimmung des Sozialreferats zu dem Deal. "Und wir müssen den Sack jetzt wirklich zumachen." Vom Sozialreferat ist zu hören, es liefen noch "interne Klärungsprozesse".

Froh über das Ergebnis ist auch Allachs Bezirksausschuss-Chef Pascal Fuckerieder (SPD) - auch wenn er noch lieber die Stadt als Grundstückskäufer gesehen hätte. "Weil die Fläche dann für das Viertel gesichert worden wäre."

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