MeinungUkraineEin Gefühl von Zusammenhalt und Widerstandskraft

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Kommentar von Cathrin Kahlweit

Lesezeit: 3 Min.

Die ukrainische Armee hielt Stand, zur Überraschung der Welt und Putins: Soldaten der Aufklärungsgruppe "Fireflies" fahren mit einem Pickup an der Frontlinie in der Region Mykolajiw.
Die ukrainische Armee hielt Stand, zur Überraschung der Welt und Putins: Soldaten der Aufklärungsgruppe "Fireflies" fahren mit einem Pickup an der Frontlinie in der Region Mykolajiw.
Evgeniy Maloletka/dpa

Nach einem halben Jahr Krieg ist es Russland nicht gelungen, die Moral der Ukrainer zu brechen. Was Putin zerstören wollte, wächst durch seinen Feldzug nur noch: das Selbstbewusstsein eines jungen Staates.

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Aus dem Hauptwerk des Militärreformers und Offiziers Carl von Clausewitz, "Vom Kriege", wird am häufigsten der Satz zitiert, dass Krieg die bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln sei. Dieses Diktum stimmt immer - auch wenn Wladimir Putins Krieg gegen die Ukraine, von Anfang an, auch auf eine seltsam emotionale, ja rachsüchtige Weise von purer Zerstörungswut geprägt gewesen ist. Aber es ist, nach mehr als 180 Tagen russischer Aggression, eine andere, weniger berühmte Wahrheit des alten Preußen, die den Fortgang dieses Angriffskrieges entscheidend bestimmen könnte: Die Zerrüttung der moralischen Kräfte eines der Gegner ist es laut Clausewitz, durch die eine Entscheidung über Krieg und Niederlage gefällt wird.

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