Krieg in der Ukraine:Scholz muss jetzt umsteuern

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Krieg in der Ukraine: Ukrainische Flaggen zieren seit Kurzem die Statuen auf einem Platz in Balaklija, Region Charkiw

Ukrainische Flaggen zieren seit Kurzem die Statuen auf einem Platz in Balaklija, Region Charkiw

(Foto: JUAN BARRETO/AFP)

Russlands Präsident Putin kann und wird diesen Krieg verlieren, wenn es so weitergeht. Die Bundesregierung muss das anerkennen und nun mit einer anderen Waffenlieferungspolitik ihren Teil dazu beitragen.

Kommentar von Daniel Brössler

Als Olaf Scholz drei Tage nach dem russischen Überfall auf die Ukraine eine Zeitenwende proklamierte, lag nicht nur die Zukunft im Nebel, sondern auch die Gegenwart. Der Bundeskanzler und seine Berater mussten ihre Annahme korrigieren, dass der ukrainische Staat binnen Tagen unter der russischen Kriegsmaschinerie kollabieren würde. Scholz traf die historische Entscheidung, dem angegriffenen Land Waffen zu liefern, tastete sich aber nur vorsichtig an die neue Wirklichkeit heran. Es sollte Wochen und Monate dauern, bis die Prämissen sichtbar wurden, die den Kanzler leiten. Nach mehr als einem halben Kriegsjahr und einem bemerkenswerten Wochenende wird Olaf Scholz nun erkennen müssen: Sie waren falsch.

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