Ukraine-Krise:Deutschland verspielt seinen Ruf, ein verlässlicher Partner zu sein

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Ukraine-Krise: Auch da war der Bundeskanzler noch nicht: Joe Biden mit seiner Vorgängerin im Garten des Weißen Hauses.

Auch da war der Bundeskanzler noch nicht: Joe Biden mit seiner Vorgängerin im Garten des Weißen Hauses.

(Foto: Guido Bergmann/dpa)

Im Ukraine-Konflikt versucht Deutschland, sich herauszuhalten. Das schadet dem transatlantischen Bündnis mit den USA mehr als das Trump-Gepolter - und ist für Europa gefährlich.

Kommentar von Hubert Wetzel

So kann man das, was vom transatlantischen Bündnis noch übrig ist, natürlich auch kaputt machen. Nicht mit Gepolter wie Donald Trump, sondern mit hanseatischer Zurückhaltung. Mit Sätzen, die so fein abgewogen sind, dass sie am Ende überhaupt kein Gewicht mehr haben. "Wir werden klug agieren in einem solchen Fall, den wir hoffentlich nicht erleben", hat Bundeskanzler Olaf Scholz über Deutschlands Beteiligung an Sanktionen gegen Russland gesagt, sollte Wladimir Putin seine Armee in der Ukraine einmarschieren lassen. "Gleichzeitig müssen wir bedenken, welche Folgen das für uns selber hat." Erst hoffen, und wenn das nicht hinhaut, zusehen, dass man selbst heil aus der Sache herauskommt - das ist die deutsche Strategie.

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