Fünf Jahre Brexit-Referendum:Englische Nostalgie

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Wie sie sich freuten: englische Männer in London, als sie vor fünf Jahren erfuhren, dass es eine Mehrheit für den Brexit gab. (Foto: Michael Kappeler/picture alliance/dpa)

Nach dem Brexit-Referendum hatte England Zeit, seinen Platz in der Welt neu zu verorten. Das Ergebnis? Ein Besonderheitsgefühl, das dem Vereinigten Königreich zunehmend schadet.

Kommentar von Alexander Mühlauer

Sogar im Buckingham Palace hält man es für keine gute Idee, mitten in der Pandemie 200 Millionen Pfund für eine neue Britannia auszugeben. Doch Boris Johnson gibt sich unbeeindruckt, er will eine Royal Yacht bauen lassen, um allen zu zeigen: Das Vereinigte Königreich ist zurück auf der Weltbühne. Geht es nach dem Premier, soll das Flaggschiff "den aufstrebenden Status Großbritanniens als große, unabhängige maritime Handelsnation widerspiegeln". Während die Royals also verstanden haben, dass dieser Pomp nicht mehr zeitgemäß ist, betreibt Johnson weiter das, was den Brexit zu einem großen Teil ausmacht: Symbolpolitik.

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