Bataclan-Prozess:Kann ein Prozess Wunden heilen?

Lesezeit: 2 min

Bataclan-Prozess: Da drinnen wird verhandelt: der Justizpalast im Zentrum von Paris.

Da drinnen wird verhandelt: der Justizpalast im Zentrum von Paris.

(Foto: ALAIN JOCARD/AFP)

Angehörige von Opfern erhoffen sich von Verfahren oft nicht nur Aufklärung und Gerechtigkeit, sondern auch Linderung ihres Schmerzes - meist vergebens. Es muss viel zusammenkommen, damit ein Prozess Gutes bewirkt.

Kommentar von Annette Ramelsberger

Nichts weniger als die Wahrheit wollte die Familie Yozgat im NSU-Prozess bekommen, nichts weniger, als Gerechtigkeit erfahren. Und dann erfährt sie die Sache mit dem Handy. Ein winziges Detail, das untergeht in einer Mordserie wie der des NSU: Dem bereits toten Halit Yozgat, von den NSU-Mördern in den Kopf geschossen, wurde bei der Obduktion in der Rechtsmedizin auch noch das Handy geklaut. Ein letzter Akt der Missachtung. Ist dieses Detail wichtig? Oder verstört es die Familie noch mehr? Ist ein Prozess überhaupt dazu da, Wunden zu heilen? Und schmerzt die Wahrheit nicht noch mehr?

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
MSCI World
Der Schummel-Index, dem Anleger vertrauen
Boy jumping from rock, 03.11.2016, Copyright: xJLPHx, model released, jumping,hobby,low angle view,danger,adventure,chil
Entwicklungspsychologie
"Um Mut zu entwickeln, brauchen Kinder zuallererst ein sicheres Fundament"
Im Asia-Laden endlich das richtige kaufen
Essen und Trinken
Im Asia-Laden endlich das Richtige kaufen
Schlacht um den Donbass
Die Chance, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt, tendiert gegen null
Kontroverse um Documenta Fifteen
"Eine klare Grenzüberschreitung"
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB