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Reinhold Beckmann und die ARD:Zukunft gesichert

Reinhold Beckmann

Wird auch weiterhin im Ersten zu sehen sein: Reinhold Beckmann .

(Foto: dpa)

Auch nach dem selbstgewählten Ende seines Polittalks wird Reinhold Beckmann weiterhin im Ersten zu sehen sein. Wie der NDR bestätigte, bekommt Beckmann ab 2015 eine eigene Reportagesendung - allerdings mit geringerer Sendefrequenz.

  • Reinhold Beckmann bekommt 2015 eine Reportagesendung im Ersten.
  • Beckmanns ARD-Polittalk endet im Herbst nach 15 Jahren.

Das neue Format

Auch nach dem Aus seines donnerstäglichen Polittalks wird Reinhold Beckmann weiterhin im Ersten zu sehen sein. Ab kommendem Jahr bekommt der Moderator eine eigene Reportagesendung, zehn Folgen pro Jahr seien unter dem Arbeitstitel #Beckmann geplant, wie der Spiegel berichtet. Darin soll der Moderator ein Thema seiner Wahl präsentieren - wobei dieses schon etwa zwei Monate vor der Ausstrahlung feststehen soll. Bei Bedarf könne Beckmann aber auch kurzfristig über ein aktuelles Thema berichten.

Eine NDR-Sprecherin bestätigte die Meldung, wonach die 45-minütige Sendung jeweils am Montag um 20.15 Uhr ausgestrahlt werden sollen. Der NDR-Rundfunkrat muss dem Projekt noch zustimmen.

Laut Spiegel soll der Beschluss unter den ARD-Chefredakteuren nicht nur positiv aufgenommen worden sein. Mancher argwöhne, Beckmann könne die Reportage passagenweise zur Gesprächsshow umfunktionieren. Beckmann hat jedoch schon diverse Reportagen für die ARD gedreht, unter anderem ein Porträt von Altkanzler Helmut Schmidt. Zuletzt war der Moderator vor Beginn der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft durch das Gastgeberland Brasilien gereist und hatte die 76-minütige Reportage Begegnung mit Brasilien produziert, die später im Ersten lief.

Die Vorgeschichte

Bereits im vergangenen Mai hatte Reinhold Beckmann bekanntgegeben, seinen Polittalk im Ersten nicht weiterführen zu wollen. Im Herbst endet das Format daher nach 15 Jahren. "Ich bin der Debatten über Sinn oder Unsinn der politischen Talkshows in der ARD einfach müde", sagte der 57-Jährige über seine Entscheidung.

Sowohl bei den Zuschauern als auch in den Gremien der öffentlich-rechtlichen Sender war seit geraumer Zeit diskutiert worden, ob fünf wöchentliche Talksendungen in ARD und ZDF nicht zu viel seien. Beckmann war schließlich mit dem freiwilligen Rückzug einer potenziellen Absetzung seiner Show zuvorgekommen. Lutz Marmor, Intendant von Beckmanns Heimatsender NDR, sagte, er respektiere die Entscheidung des Moderators, man wolle künftig in jedem Fall weiter zusammenarbeiten. "Er bleibt ein prägendes Gesicht des Ersten, im Sport sowieso, aber auch weit darüber hinaus."

Nach Beckmanns Abschied sollen am Donnerstagabend im Ersten Comedy- und Satireformate wie extra 3 gezeigt werden

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