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"Die beste Show der Welt" mit Joko & Klaas:"Die beste Show der Welt": Vorzeitiger Spannungserguss

Joko und Klaas, "Die beste Show der Welt"

Joko und Klaas in der japanischen Spielshow "Der Schöne und der Dumme - Bijo to Baka".

(Foto: obs)

Die neue Show von Joko und Klaas krankt in mehrerlei Hinsicht am eigenen Konzept - zeigt aber trotzdem, was die Zuschauer sehen wollen.

Ganz am Schluss hätte diese Joko-und-Klaas-Sendung mit dem hochtrabenden Titel Die beste Show der Welt noch einmal richtig Fahrt aufnehmen können. "Kein Herz für Tiere" hieß schließlich am Samstagabend kurz vor Mitternacht der achte und letzte Wettbewerbsbeitrag. Es ging darum, im Angesicht von überaus putzigen Katzen- und Hundebabys mit Namen wie Tapsi, Maunzi und Kuschel keine Miene zu verziehen und einen Text zu verlesen, der den ausgestellten Cat- und Dog-Content aufs Finsterste beleidigte. Das gelang allerdings trotz der nett-garstigen Idee nur mittelgut.

Die Zuschauer im Studio, die über Wohl und Wehe der Beiträge zu entscheiden hatten, waren gar nicht begeistert von der Idee und votierten prompt für die Absetzung. Da sah Klaas Heufer-Umlauf als Showpate seine Felle davon schwimmen. "Komm, mach was Süßes" herrschte er noch ein wehrloses Kuschelschweinchen an, aber da war es schon zu spät und "Kein Herz für Tiere" aus dem Rennen. Den Titel "beste Show der Welt" trägt stattdessen nun eine Sendung namens "Dürften wir?".

"Dürften wir?" hat ein denkbar einfaches Konzept. Ahnungslose Menschen werden vor eine Kamera gezerrt und mit der Frage überrumpelt, ob sie gegen ein gewisses Entgelt erlauben würden, dass ein just in diesem Moment vor ihrer heimischen Haustür harrender Prominenter mal ohne Aufsicht, aber mit Kamera in ihre Wohnung darf.

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Zwei junge Menschen erwischte am Samstagabend das Schicksal, gegen Geld mitansehen zu müssen, wie der Schauspieler Matthias Schweighöfer in ihre unaufgeräumten Gemächer drang. Für 50 Euro erlaubten sie leichtfertig den Eintritt, für ein paar hundert Euro koteten ihnen dann Ziege, Schaf und Gockel das Badezimmer voll. Für 400 Euro ließen sie zu, dass fleißige Handwerker ein Zimmer zumauerten. Das andere wurde schwarz gestrichen und zum angesagten Klub verwandelt.

Hochzeit nach nicht einmal 25 Minuten

Natürlich holte sich Schweighöfer gegen Bares auch die Genehmigung, die Schränke durchsuchen zu dürfen, wobei eine seltsame Puppe mit komischem Penis gefunden und natürlich in die Kamera gehalten wurde. Ob die 2700 Euro, die das Pärchen am Ende für den genehmigten Einbruch erhielt, ausreichen werden, um den materiellen Schaden auszugleichen, muss sich erweisen. Vom Schaden für den Ruf der beiden redete vorsichtshalber lieber niemand.

Immerhin verbuchte das von Joko Winterscheidt betreute Format eine Quote von 85 Prozent. Mehr Begeisterung löste keine andere der insgesamt acht Shows bei den Studiobesuchern aus, auch wenn es ganz am Anfang so aussah, als sei die erste Show der Favorit. Die hieß "Yes Or No Show", diente aber nur als Gameshow-Vorwand, um einem bindungswilligen jungen Mann die Chance für einen öffentlichen Heiratsantrag zu geben. Die nutzte er, und prompt wurde auch gleich die Hochzeitszeremonie mit Familie und Freunden angeschlossen. Nach nicht einmal 25 Minuten waren die beiden Kandidaten ein Ehepaar und schon jede Menge Tränen geflossen. Da ließ Linda de Mols Traumhochzeit schön grüßen, halt nur in der Expressversion. Das Paar nahm es vergleichsweise gelassen. Die beiden hatten sich über Tinder kennengelernt. Da kennt man die schnelle Tour.