Esther Perel im Interview "Treue wird heute idealisiert"

Esther Perel ist seit 35 Jahren verheiratet. Sie sagt: "Es täte vielen Paaren gut, auch mal aus dem Regelwerk des Alltags auszubrechen."

(Foto: dpa)

Die Paartherapeutin Esther Perel erklärt, was Menschen zu einem Seitensprung treibt, warum eine Affäre nicht das Ende der Beziehung bedeuten muss - und was man tun kann, damit es erst gar nicht so weit kommt.

Interview von Barbara Vorsamer

SZ: Frau Perel, ist der Flirt an der Hotelbar, bei dem man nicht erwähnt, dass man verheiratet ist, schon Betrug?

Esther Perel: Wen würde man da betrügen?

Den Partner. Anders gefragt: Wo beginnt Untreue?

Kommt darauf an. Manche Paare geben sich die Freiheit zu flirten, vielleicht erotisiert das sogar ihre Beziehung. In anderen Beziehungen ist schon der Gedanke, dass man - für einen Moment - jemand anderen anziehend finden könnte, verboten.

Was würden Sie als Paartherapeutin empfehlen?

Dass jeder ...

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