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Soziales - Stuttgart:Armutsgefährdete Menschen treffen seltener Freunde

Stuttgart (dpa/lsw) - Armutsgefährdete Menschen im Südwesten pflegen seltener Sozialkontakte und sind weniger politisch und zivilgesellschaftlich engagiert als Menschen mit höherem Einkommen. Zu diesem Ergebnis kommt der "Gesellschaftsreport BW 2019", den Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Mittwoch vorstellte.

Als armutsgefährdet gelten Menschen, die weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens der Bevölkerung verdienen. In Baden-Württemberg lag die Armutsgefährdungsschwelle laut Sozialministerium im Jahr 2017 für Einpersonenhaushalte bei gut 1000 Euro.

"Gesellschaftliche Teilhabe muss unabhängig vom Einkommen möglich sein", sagte Lucha am Mittwoch. Das Land fördert Projekte gegen Kinderarmut und zur Teilhabe armutsgefährdeter Menschen mit insgesamt 500 000 Euro.