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Serie: Konflikte in der Pubertät:Motzen und nörgeln

2. Dieser Tonfall! Wie redet das Kind eigentlich mit uns?

Eine Schlüsselregel nicht nur für den Umgang mit älteren Kindern ist es, das eigene Verhalten selbstkritisch zu hinterfragen: Kinder spiegeln unsere Schwächen und inkonsequenten Verhaltensweisen. Also lohnt sich die Frage: Wie ist mein Tonfall, wenn ich genervt oder gestresst bin? Wie gehe ich selbst mit Konflikten in der Partnerschaft oder der Arbeit um? Wer ehrlich zu sich selbst ist, wird einiges wiedererkennen.

Dass Jugendliche sich so ruppig, genervt und rotzfrech abgrenzen, führt oft zu einem Missverständnis: "Eltern glauben dann, ihre Teenager wären selbstbewusste Felsen in der Brandung und würden eine Menge aushalten", warnt Czernin. Tatsächlich aber haut Jugendliche oft schon die leiseste Kritik um, und unter der rauen Schale zeigen sich sensible und unsichere Wesen in permanenter Veränderung. Zu viel Kritik könnte da schaden. Besser hören Eltern zu und zeigen Verständnis. Dann können sie auch vorsichtig auf Verhaltensalternativen hinweisen, ohne dass die Mimosen ihre Blätter einziehen.

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