Dauer der Pubertät Keiner versteht mich!

Die Stimmung geht hoch und runter, die Stimme auch - die Pubertät ist keine leichte Phase. Doch wie lange dauert dieses Auf und Ab?

Weder die Eltern, noch die Geschwister, am allerwenigsten haben es aber die Betroffenen selbst leicht: Die Pubertät ist eine prägende Phase im Leben, die mit großen Veränderungen einhergeht. Doch wie lange muss man das ewige Auf und Ab, das für Außenstehende oft unverständlich ist, aushalten?

Eigentlich will man nur noch schlafen - es versteht einen sowieso keiner

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Sie dauert bei Jugendlichen gewöhnlich fünf bis sechs Jahre. Dies ermittelten Forscher der Universität Basel am Schlafverhalten von Heranwachsenden. Sie untersuchten die Schlaf-Wach-Phasen von Jugendlichen in der Zeit nach der ersten Menstruation oder dem Stimmbruch.

Die Pubertät geht mit großen physiologischen und psychologischen Veränderungen einher. Als den Beginn dieser Entwicklungsphase betrachten die Basler Mediziner bei Mädchen die Menarche (Einsetzen der Menstruation) und bei Jungen das Einsetzen des Stimmbruchs.

Um zu ermitteln, wann diese Zeit endet, untersuchten die Forscher das Schlaf-Wach-Verhalten. Die weiblichen Jugendlichen gingen in den ersten fünf Jahren nach Auftreten der Menarche während der Schultage immer später ins Bett. Damit sank die Schlafdauer. An den Wochenenden kompensierten sie dann ihr Schlafmanko von bis zu zwei Stunden.

Dieses Schlaf-Wach-Verhalten näherte sich erst im sechsten Jahr langsam dem Muster eines Erwachsenen an. Bei den männlichen Jugendlichen war der Ablauf ähnlich, wie die Forscher im Online-Journal PLoS One berichten.

Damit lasse die Studie den Schluss zu, dass die Pubertät fünf bis sechs Jahre dauere.