Pflege zu Hause:Wenn geliebte Menschen zur Belastung werden

Pflege zu Hause: Edda W. pflegt ihre bettlägerige Mutter bei sich zu Hause.

Edda W. pflegt ihre bettlägerige Mutter bei sich zu Hause.

(Foto: Natalie Neomi Isser)

Wer sich um seine greisen Eltern oder den kranken Partner kümmert, weiß nie für wie lange. Eine Verantwortung mit großem Konfliktpotential.

Von Anja Reiter

Nun also der Norovirus. Edda W. verbringt die Nächte am Sterbebett ihrer Mutter, in ihrer Wohnung in München-Bogenhausen. Seit dreizehn Jahren schon pflegt sie die 103-jährige Frau. Jetzt sagen die Ärzte: Die Stunden sind gezählt. "Ich hatte Angst, meine Mutter zu verlieren", erinnert sich Edda W., 77, "doch zugleich hoffte ich nach all den Jahren, dass es endlich vorbei ist." Einige Monate später streichelt Edda W. ihrer Mutter über die eingefallenen Wangen. Sie hat überlebt, hat sogar ihren 104. Geburtstag gefeiert. Edda W. macht weiter. Waschen, füttern, wickeln, das ganze Programm, das vierzehnte Jahr.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Mysteriöser Fall
Frau ohne Gedächtnis
Joachim Sauer
Der Kanzlerin-Gatte, der nie einer sein wollte
Anna Wilken
Kinderwunsch
"Da schwingt immer mit: Ich bin selbst schuld"
A little boy tries to open a window. Garden City South, New York, USA. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY CR_FRRU191112-229
Psychologie
Ich war nie gut genug
Jeroboam of 1990 DRC Romanee-Conti is shown at news conference ahead of Acker Merrall & Condit wine auction in Hong Kong
Weinpreise
Was darf Wein kosten?
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB