Islam:Die Konvertitin

Islam: Franzi mit ihrem Sohn: Sie fährt oft in die Heimat, wie hier nach Moritzburg.

Franzi mit ihrem Sohn: Sie fährt oft in die Heimat, wie hier nach Moritzburg.

(Foto: Dunja Ramadan)

Franzi ist zum Islam konvertiert, trägt ein Kopftuch und trinkt keinen Gin Tonic mehr. Bei einem Familienbesuch in ihrer sächsischen Heimat Radebeul kommt sie mit AfD-Wählern ins Gespräch. Ein Lehrstück.

Von Dunja Ramadan

Es ist die rote DDR-Fassbrause mit Himbeergeschmack, die das Eis zwischen ihnen bricht. Die ihnen hilft, Franziska einzuordnen. Ihnen, das sind zwei Paare mittleren Alters aus Sachsen, unter ihnen zwei AfD-Wähler. Ist sie nun eine Touristin, eine Flüchtlingsfrau oder eine Migrantin? Nein, sie ist offenbar eine von ihnen. Eine, die sächselt, die nostalgisch eine Fassbrause bestellt, um anschließend zu bemängeln, dass sie früher fruchtiger und weniger künstlich geschmeckt hat, und überhaupt war sie direkt vom Fass, also gekühlt, nicht kalt. Sie lassen sich von Franziska anstecken, bestellen auch Fassbrausen, vier Mal bitte, und ein Gespräch über damals und heute beginnt - dabei waren es gerade noch reservierte Blicke, die sie der Frau mit dem Kopftuch zuwarfen, als sie sich zu ihnen gesellte.

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