Corona-Krise:Um jeden Preis?

Lesezeit: 4 min

A woman wearing a protective mask, walks near Arc de Triomphe as France grapples with an outbreak of coronavirus (COVID-19) disease, in Paris

Die Gesellschaft wird in eine tiefe Depression gestürzt, warnt Historiker René Schlott.

(Foto: REUTERS)

Es ist besorgniserregend, mit welcher Selbstverständlichkeit die Einschränkungen unseres Alltags hingenommen werden. Wird die offene Gesellschaft erwürgt, um sie zu retten? Ein Zwischenruf.

Gastbeitrag von René Schlott

Aristoteles definierte den Menschen als "zoon politikon" als ein gemeinschaftsbildendes, gemeinschaftssuchendes Wesen, das ohne sein Gegenüber nicht existieren könne. Gut 2300 Jahre später versuchen Regierungen weltweit unter Berufung auf Virologen, diese Grundtatsache außer Kraft zu setzen. Nicht anders ist der Aufruf der Bundeskanzlerin zu verstehen, jeder solle seine sozialen Kontakte "weitestgehend einstellen". Diese Empfehlung ist ungefähr so sinnvoll, wie die Fische zu bitten, das Wasser zu verlassen, um ihr Überleben zu sichern.

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