Autismus:Anderssein als Superkraft

Lesezeit: 8 min

Greta Thunberg hat Autismus

"Ich habe Asperger und das heißt, dass ich manchmal etwas anders bin", sagt Aktivistin Greta Thunberg.

(Foto: AP)

Früher wurden Autisten stigmatisiert, heute gelten sie als besonders. Das ist gut. Doch inzwischen werden selbst schüchterne oder eigenwillige Kinder schnell als autistisch etikettiert. Über den erstaunlichen Aufstieg einer Diagnose.

Von Christina Berndt

Fünfzig Jahre alt musste der Mann werden, bis er endlich Frieden mit seinem etwas seltsamen Vater fand. In den Arm genommen? Hatte der ihn nie. Anteil genommen an seinen Interessen, seinem Kummer? Fehlanzeige. Im Grunde hatte sich der Handwerksmeister immer nur für seinen Betrieb interessiert. Wenn die Familie beisammensaß, wirkte der Vater oft wie ein Außenseiter. Manchmal erschien es, als ob er gar nicht verstand, worüber sie redeten. Mitlachen konnte er selten. Und wenn er meinte, sich am Gespräch beteiligen zu müssen, dann tat er das mit den immer gleichen, stereotypen Fragen.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Sports fans sitting at bar in pub drinking beer; Leber / Interview / SZ-Magazin /Gesundheit / Lohse
Gesundheit
»Wer regelmäßig zwei oder drei Bier trinkt, kann alkoholkrank sein«
Liz Truss als Boxkämpferin auf einem Wandgemälde in Belfast
Großbritannien
Wie eine Fünfjährige, die gerade gegen eine Tür gelaufen ist
Magersucht
Essstörungen
Ausgehungert
Krieg in der Ukraine
"Es gibt null Argumente, warum man der Ukraine keine Waffen liefern sollte"
Ferdinand von Schirach
Ferdinand von Schirach
"Es gibt wohl eine Begabung zum Glück - ich habe sie nicht"
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB