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Protest gegen Urheberrecht:"Wir fühlten uns natürlich alle bagatellisiert"

Zornig und von der Politik enttäuscht (v.o.n.u.): Musiker und Schauspieler Rocko Schamoni, Liedermacherin und Produzentin Balbina, Liedermacherin Sarah Lesch, Rockmusiker Peter Maffay.

(Foto: Imago/Mauritius/dpa/Christoph Kassette)

Deutschland geht beim Urheberrecht einen Sonderweg: 15 Sekunden jedes Songs sollen umsonst nutzbar sein. Nun wagen Musikerinnen und Musiker noch einen Anlauf gegen das Gesetz und protestieren. Ein Gespräch mit Balbina, Sarah Lesch, Peter Maffay und Rocko Schamoni.

Von Andrian Kreye

Am Dienstag bekamen fast alle Bundestagsabgeordneten einen Brief mit dem Titel "Das Entsetzen hat keine Ende" zugestellt, in dem sich 1145 deutsche Musikerinnen, Musiker und Bands zur geplanten Änderung des Urheberrechtsgesetzes äußern. So ziemlich alle großen Namen sind dabei. Rammstein, Lindenberg, Grönemeyer, H.P. Baxxter, Helene Fischer. Sie schlagen da ziemlich Alarm. Es geht dabei um die Umsetzung der Richtlinie der EU in Deutschland, die bis zum 7. Juni durch die Institutionen gegangen sein muss. Was langweilig klingt, ist für Musiker eine Bedrohung ihrer Existenz und ihrer Werke. Der Bundestag berät noch. Die Liedermacherin und Produzentin Balbina, die Liedermacherin Sarah Lesch, der Musiker, Schauspieler und Regisseur Rocko Schamoni und der Rockmusiker Peter Maffay haben die Initiative mit angestoßen.

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