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Ruth Klüger im Gespräch:"Ich habe nicht überlebt, ich gehöre zu den toten Kindern"

Ruth Klüger, 85, wurde mit dem Rufnamen Susanne geboren – und publizierte später auch unter dem Namem Ruth Angress.

(Foto: Ewan Telford)

Mit elf Jahren wurde Ruth Klüger in das KZ Theresienstadt deportiert. Nach dem Krieg wurde sie eine berühmte Germanistin und Schriftstellerin - aber sie sagt: "Ein Teil von mir ist in den Lagern geblieben." Ein Gespräch über Gedichte auf dem Appellplatz, die Macht des Zufalls und die Unfähigkeit zu weinen

Interview: Sven Michaelsen, SZ-Magazin

Ihr Haus steht auf dem Hügel einer Akademikersiedlung in der kalifornischen Universitätsstadt Irvine. Ruth Klüger, klein und sehr zierlich, öffnet die Tür und fragt in Wienerisch gefärbtem Deutsch, ob man eine Melange mittrinke. "Ich komm nicht von Auschwitz her, ich stamm aus Wien", sagt sie. "Mein Urschleim ist der 7. Bezirk. Der Mensch in mir hat die Augen aufgeschlagen, als ich Deutsch gelernt habe."

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