National Memorial for Peace and Justice Der Fluch einer Stadt

Im Hintergrund sieht man das zentrale Memorial, ein Dach, an dem die rostigen Stelen hängen, in welche die Namen all der Gelynchten graviert wurden.

(Foto: Brynn Anderson/AP)

Ein neues Museum in der Hauptstadt Alabamas erkundet eines der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte: die vielen tausend Lynchmorde an den Schwarzen.

Von Alan Cassidy

Jesse Thornton sprach 1940 in Alabama einen Polizisten an, ohne ihn "Sir" zu nennen. Er wurde verhaftet und von einem Mob gefoltert und erschossen.

Arthur St. Clair war Pfarrer. Er wurde 1877 in Florida erhängt, weil er einen Schwarzen und eine Weiße getraut hatte.

Clinton Briggs war Farmer in Arkansas. Ein weißer Mob brachte ihn 1919 um, weil er auf unangebrachte Weise mit einer weißen Frau geredet hatte.

Drei Afroamerikaner, drei Morde, knapp festgehalten auf Tafeln im neuen National Memorial ...