Leipziger BuchmesseDas sind die Sachbücher des Frühjahrs

Eine beeindruckende DDR-Familiengeschichte, eine Gesellschaftsanalyse über strukturellen Frauenhass und ein Lesebuch über die chaotische Welt nach 1945. Ein Überblick zur Buchmesse.

Aus der SZ-Literaturredaktion

Kate Manne: Down Girl. Die Logik der Misogynie.

"Down Girl" ist eine der seltenen, wirklich bedeutenden kritischen Gesellschaftsanalysen der jüngeren Vergangenheit. Ein echtes intellektuelles Ereignis. Kate Manne behandelt darin die "Logik der Misogynie", die frauenverachtende Struktur und Mentalität der westlichen Gesellschaft, die nicht nur ein Täter, sondern eine ganze Gesellschaft gemeinsam hervorbringt und ununterbrochen stabilisiert. Von einem eher marginialisierten psychologischen Phänomen wird Frauenhass als strukturelles Prinzip des Machterhalts zu einem zentralen politischen. Nicht nur für unverbesserliche Maskulinisten ist das harter, unversöhnlicher Stoff.

Eine ausführliche Rezension von Jens-Christian Rabe lesen Sie hier mit SZ Plus.

Bild: Suhrkamp 21. März 2019, 14:372019-03-21 14:37:28 © SZ.de/cag/luch