Kulturelle Aneignung:Unbequeme Wahrheiten und was man mit ihnen tun sollte

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Kulturelle Aneignung: Die teilweise Dreadlocks tragende Schweizer Band "Lauwarm" bei einem Auftritt - der Vorwurf gegen sie lautet auf kulturelle Aneignung.

Die teilweise Dreadlocks tragende Schweizer Band "Lauwarm" bei einem Auftritt - der Vorwurf gegen sie lautet auf kulturelle Aneignung.

(Foto: dpa)

In der Schweiz wird ein Konzert abgebrochen, weil die überwiegend weiße Band Reggae spielt. In Deutschland werden Menschen mit Migrationshintergrund von links wie rechts in Grüppchen sortiert. Ginge das nicht auch anders? Versuch einer Versöhnung.

Von Sara Maria Behbehani

Wer in diesem Land mit einem Namen, einem Aussehen, einer Religion zur Welt kommt, die irgendwie als nicht-deutsch gedeutet werden kann, der bekommt am Pfandautomaten im Supermarkt unter Umständen gesagt, er möge doch bitte die Deutschen vorlassen, wenn er ihnen schon ihr Geld wegnehme. Der wird vielleicht auch vor einer Reise am Flughafen gefragt, was er vom IS und einem Grenzübertritt nach Syrien halte. Und der wird im Germanistikstudium womöglich gefragt, wo er denn so gut Deutsch gelernt habe. Und ständig: "Wo kommst du eigentlich her?"

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