Die Filmstarts der WocheWelche Filme sich lohnen und welche nicht

Elyas M'Barek überzeugt als Anwalt in einer Ferdinand-von-Schirach-Verfilmung. Und in seinem Biopic beantwortet Julian Schnabel die Frage, ob Van Gogh stank.

Von den SZ-Kinokritikern

Ayka

Überleben in einer kalten Stadt: Sergey Dvortsevoyfolgt Ayka, seiner Titelheldin, wie sie sich im Schneesturm durch Moskau kämpft. Nicht nur die Natur stellt sich gegen sie. Die Arbeitsmigrantin aus Kirgisistan wohnt illegal auf engstem Raum und schlägt sich mit miesen Jobs durch, einen Schuldeneintreiber im Genick. Die Kamera überträgt Aykas Getriebenheit in unruhige Bilder. Es ist ein Leben am Rande der Menschlichkeit, drastisch geschildert. Gleich zu Anfang lässt Ayka ihr Neugeborenes in einer Geburtsklinik zurück, immer wieder verweist der Film kunstvoll auf die Geburt und das Kind. Samal Yeslyamova wurde für die Verkörperung dieser verzweifelten jungen Frau als beste Darstellerin in Cannes ausgezeichnet. Von Martina Knoben

Bild: dpa 18. April 2019, 17:292019-04-18 17:29:32 © SZ.de