Zum Tod von Kenzaburō ŌeWie fremd, wie schön

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1994 erhielt der Japaner Kenzaburō Ōe den Literaturnobelpreis.
1994 erhielt der Japaner Kenzaburō Ōe den Literaturnobelpreis. (Foto: Jeff Pachoud/AFP)

Kenzaburō Ōe verband in seinem Schaffen stets das Intimste mit dem Allgemeinen. Nun ist der Literaturnobelpreisträger gestorben.

Von Gustav Seibt

Man hat den japanischen Erzähler Kenzaburō Ōe gelegentlich mit Günter Grass verglichen, um seine Stellung in der Literatur seines Landes zu beschreiben. Und wirklich gibt es einige Analogien, die es erlauben, sich das für westliche Leser Fremde dieser Figur zu erschließen: Ein Nationalklassiker der Gegenwart, dessen Ausgangspunkt das katastrophale Ende des Zweiten Weltkriegs wurde - ähnlich in den beiden verbündeten und gleichermaßen restlos besiegten Ländern. Beide wurden zu moralischen Instanzen, beide waren sozialdemokratisch-pazifistisch eingestellt, und beiden wurde auch als politischen Zeitgenossen der Nobelpreis für Literatur zuteil, Kenzaburō Ōe im Jahre 1994.

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