
Politische Theorie:Bei allem Verständnis
Nicht alle Ungleichheiten lassen sich beseitigen: Bernhard Schlink beleuchtet in einem kristallinen Essay die Grenzen der Gerechtigkeit.

Nicht alle Ungleichheiten lassen sich beseitigen: Bernhard Schlink beleuchtet in einem kristallinen Essay die Grenzen der Gerechtigkeit.

Während des Zweiten Weltkrieges schrieb George Orwell Kolumnen, die vor Weitsicht, Menschlichkeit und innerer Freiheit geradezu leuchten. Sie sind ein Lehrstück über das öffentliche Sprechen im Krieg.

US-Außenminister Rubio sprach in München leidenschaftlich über die „westliche Zivilisation“. Das rührte einige. Nur zur Klarstellung: Er hält es ersichtlich mit dem Geschichtsbild von Mel Gibson, es geht da weniger um die Werte der französischen Aufklärung.

Alle wollten, dass die Epstein-Akten ins Netz gestellt werden. Jetzt wird die Welt damit geflutet – und die Dokumentation des Bösen versinkt in Fakes und Belanglosigkeiten. Warum Transparenz die Menschheit nicht zwingend weiterbringt.

Wahlen? Gefälscht! Gerichte? Nicht zuständig! Polizei? Schicken wir selbst! Donald Trump untergräbt systematisch das Vertrauen in die Institutionen der Republik. Droht der Bürgerkrieg?

Der belgisch-flämische Autor Stefan Hertmans sollte dringend mehr Aufmerksamkeit bekommen. Sein neuer Roman „Dius“ erzählt von zwei kunstsinnigen Freunden, die sich mit alter Musik und Malerei aus der Gegenwart zurückziehen.

Johannes Fried hat mit einfühlender Fantasie für das Fremde die Geschichte des Mittelalters zugänglich gemacht. Zum Tod des großen Mediävisten und Quellenkritikers.

Ein Frieden, der wie Wildblumen wächst, wenn man ihn nur lässt: In seiner Weihnachtsbotschaft zitiert der Papst den jüdischen Dichter Jehuda Amichai. Es dürfte sich um eine Premiere handeln.

Was es bedeutet, dass sich immer wieder Vergleiche von Donald Trump mit dem römischen Kaiser Nero aufdrängen.

Die Schriftstellerin Helga Schubert hat den größten Teil ihres Lebens in der DDR verbracht, einem Staat, der von ihr nichts wissen wollte. Im Alter von 85 Jahren erlebt sie gerade eine sagenhafte Renaissance. Ihr neues Buch versammelt Texte aus 60 Jahren.

Soll christliche Nächstenliebe auch für jene gelten, die zu uns fliehen? Der Katholik J. D. Vance stützt die harte Politik seines Präsidenten – der amerikanische Papst Leo antwortet mit einem Donnerschlag.

Sind Sie noch auf der Suche nach etwas Besonderem zu Weihnachten? Oder nach etwas, mit dem Sie sich selbst die Feiertage verschönern können? Ideen aus der Kultur-Redaktion der SZ.

Zu Vorträgen ein- und nach Protesten wieder ausgeladen zu werden, das erleben derzeit nicht wenige streitbare Intellektuelle. In München traf es nun den Philosophen Sebastian Ostritsch. Doch wem hilft dieses Theater der Diskursverweigerung?

Latein soll als erste Amtssprache des Vatikans weichen? Nun, in Wahrheit ist sie das längst. Warum es schon vor Jahrzehnten kaum möglich war, im päpstlichen Rom eine Uni-Vorlesung in der Sprache der alten Römer zu hören.

Auf knapp 100 Seiten, verfasst kurz nach Kriegsende, hat der britische Autor Aldous Huxley die Krisen der Gegenwart vorweggenommen. Endlich wurde „Zeit der Oligarchen“ wiederentdeckt.

Das Deutsche Historische Museum hat sich ein Megathema vorgenommen, das kaum zu bewältigen ist: Natur und deutsche Geschichte. Trotzdem ist die Fülle an Stoff und Anekdoten schlicht hinreißend.

Die allgemeine Wehrpflicht und das Losverfahren gelten als Instrumente staatlichen Zwangs. Es gab mal eine Zeit, in der sie als Prinzip der Gleichheit angesehen wurden.

Am Horizont wird die letzte Linie schon sichtbar: Alan Hollinghursts jüngstes Werk „Unsere Abende“ erzählt die Lebensrückschau eines schwulen Mannes.