Judenverfolgung Der lange Weg in die Heimat

Harry Heber mit seiner Schwester Ruth und seinen Eltern, die in Innsbruck ein Bettengeschäft besaßen, auf einer undatierten Aufnahme.

(Foto: World Jewish Relief)

Harry Heber ist sieben Jahre alt, als er mit seiner Schwester mit den "Kindertransporten" aus Hitlers Reich nach Großbritannien flieht. Er kennt weder Land noch Sprache und wird von der Schwester getrennt.

Von Alexander Menden

Als Harry Heber in den Fünfzigerjahren zum ersten Mal seit dem Krieg nach Wien zurückkehrte, nahm er an einer Bus-Tour teil. Irgendwann begann die Reiseführerin, der internationalen Touristengruppe zu erklären, Österreich sei 1938 "eines der ersten Opfer der Nazis" gewesen. Heber hielt es nicht mehr auf seinem Sitz: "Ich habe gerufen: Ihr wart keine Opfer der Nazis, ich war eins. Ich war hier, als sie einmarschiert sind, und ich kann von Glück reden, dass ich noch rechtzeitig rausgekommen bin, sonst ...

Mein Vater, der Soldat

Sein Vater wollte vom Krieg nichts mehr hören. Bis er kurz vor seinem Tod begann, darüber zu sprechen. Unser Autor über die Spuren des Traumas, das sein Vater an der Front erlitt - und wie diese auch den Sohn prägten. Von Sebastian Schoepp mehr...