Werk ohne Autor

Florian Henckel von Donnersmarck glaubt an die Macht der Kunst, über Systeme und Ideologien zu triumphieren - so religiös wie kein anderer deutscher Filmemacher. Zwölf Jahre nach "Das Leben der Anderen" führt er sein Thema fort. Diesmal ist es ein Maler (stark inspiriert von Gerhard Richter), der NS-Erbe, DDR und Düsseldorf überwinden muss, um seine Stimme zu finden. Ein Rätsel um Donnersmarck aber bleibt: Wie kann man derart leidenschaftlich vom Ringen um künstlerischem Ausdruck erzählen, ohne auch nur ansatzweise an den eigenen Mitteln (nämlich jenen des Hollywood-Überwältigungskinos) zu zweifeln? Von Tobias Kniebe

Bild: null; Verleih 4. Oktober 2018, 15:242018-10-04 15:24:42 © SZ vom 04.10.18/cag