Filmfestival in Cannes Diane Kruger als beste Schauspielerin ausgezeichnet

Diane Kruger sichtlich bewegt bei der Entgegennahme ihres Preises.

(Foto: REUTERS)

Für ihre Rolle im NSU-Drama "Aus dem Nichts" wurde ihr in Cannes die Goldene Palme verliehen. Der Preis für den besten Film ging an die schwedische Gesellschaftssatire "The Square".

Diane Kruger ist beim Filmfestival in Cannes für ihre Rolle in dem Thriller "Aus dem Nichts" als beste Schauspielerin ausgezeichnet worden. Es ist es nach Jahren des Erfolgs im Ausland ihre erste Rolle in ihrer Muttersprache Deutsch. Sie spielt in dem Film die Frau eines Deutschtürken, der mit dem gemeinsamen Sohn bei einem Bombenanschlag in Hamburg ums Leben kommt.

"Aus dem Nichts" von Fatih Akin ist von der Mordserie des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) inspiriert. Genau wie der Film "Toni Erdmann" von Maren Ade im vergangenen Jahr ist er im Rennen um den begehrtesten Preis, die Goldene Palme, allerdings leer ausgegangen. Diesen bekam der Film "The Square" von Regisseur Ruben Östlund. Im Mittelpunkt steht ein Museumskurator, der sich selbst als weltoffen gibt, dann aber zunehmend als bigott und machohaft entlarvt wird. Der Film ist eine spannenden Abhandlung über Vertrauen, gesellschaftliche Werte und Doppelmoral.

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Die Goldene Palme ist die begehrteste Auszeichnung der Festspiele - sie wird für den besten Film vergeben. Beim diesjährigen 70. Internationalen Filmfestival konkurrierten 19 Filme um ihn. Die Preise wurden von einer Jury um den spanischen Regisseurs Pedro Almodóvar verliehen.

Dieser gab außerdem eine Überraschung bekannt: Der für das beste Drehbuch wurde in diesem Jahr gleich zwei Mal vergeben. Sowohl "The Killing of a Sacred Dear" als auch "You Were Never Really Here" haben die Auszeichnung erhalten.

  • Bester Film: "The Square" von Ruben Östlund (Schweden)
  • Großer Preis der Jury: "120 Beats per Minute" von Robin Campillo
  • Preis der Jury: "Nelyubov (Loveless)" von Andrej Swjaginzew
  • Beste Schauspielerin: Diane Kruger für "Aus dem Nichts"
  • Bester Schauspieler: Joaquin Phoenix für "You Were Never Really Here"
  • Beste Regie: Sofia Coppola für "The Beguiled"
  • Bestes Drehbuch: Lynne Ramsay für "You Were Never Really Here" und Efthimis Filippou und Yorgos Lanthimos für "The Killing of a Sacred Dear"
  • Bester Kurzfilm: "Katto" von Teppo Airaksinen und "A Gentle Night" von Qiu Yang
  • Sonderpreis zum 70. Jubiläum der Festspiele: Nicole Kidman

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