Debatte um die Documenta:Verantwortung nur noch in Anführungsstrichen

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Debatte um die Documenta: Über die Documenta wird gestritten - aufgebaut wird dennoch: Ein Werk aus Altkleider-Ballen steht umzäunt vor der Orangerie im Staatspark Karlsaue.

Über die Documenta wird gestritten - aufgebaut wird dennoch: Ein Werk aus Altkleider-Ballen steht umzäunt vor der Orangerie im Staatspark Karlsaue.

(Foto: Swen Pförtner/dpa)

Das Verhalten der Documenta zeigt: Eine ernsthafte Beschäftigung mit Antisemitismus und seinen Ursachen wird bis heute größtenteils vermieden.

Ein Gastbeitrag von Leon Kahane

Im letzten Jahr wurde im Deutschen Historischen Museum eine Ausstellung über die Geschichte der Documenta von der Gründung 1954 bis 1997 gezeigt. Knapp die Hälfte des Organisatorenteams der ersten Documenta waren Mitglieder der SA, SS oder der NSDAP. Auch Werner Haftmann, der kreative Kopf der ersten drei Ausstellungen, hatte sich als Mitglied von SA und NSDAP dem antisemitischen und antimodernen Nationalsozialismus verschrieben. Mit der Documenta hatte er sich nun zur Aufgabe gemacht, einen Überblick der künstlerischen Moderne zu zeigen.

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