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Denkmäler - Potsdam:Sanierung des Schlosstheaters im Zeitplan

Brandenburg
Blick auf das Neue Palais. Foto: Julian Stähle/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv (Foto: dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Das Schlosstheater im Neuen Palais von Potsdam-Sanssouci soll mit einer Telemann-Premiere am 20. Juni nach sieben Jahren wiedereröffnen - die letzten Vorbereitungen dafür laufen. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) sei mit der Sanierung des im Stil des Friderizianischen Rokoko gestalteten Theaters im Zeitplan, wie sie am Freitag in Potsdam mitteilte. Der Rahmen der Gesamtbaukosten in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro könne voraussichtlich eingehalten werden.

Neben den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, die zur Wiedereröffnung die Premiere von Telemanns "Pastorelle en musique" aufführen wollen, soll im Winter auch die Potsdamer Winteroper wieder ins Schlosstheater wechseln. Wie früher kann es von Kulturinstitutionen, Vereinen, Verbänden und Unternehmen für Veranstaltungen angemietet werden. In der Planung seien etwa das Hans Otto Theater, die Kammerakademie Potsdam und das Theater Poetenpack.

"Die wesentlichen Brandschutz- und Dekontaminierungsmaßnahmen konnten inzwischen erfolgreich abgeschlossen werden", hieß es. Es folgten noch Restarbeiten, Maler- und Bodenbelagsarbeiten sowie eine umfangreiche Reinigung der Oberflächen.

Das Theater von Friedrich dem Großen wurde bis Juli 2013 ganzjährig bespielt und dann wegen Brandschutzmängeln geschlossen. Ursprünglich sollte es bereits Ende des vergangenen Jahres wieder eröffnet werden. Aber wegen der guten Konjunktur im Bau hatten sich den Angaben zufolge nicht genügend Firmen um die Aufträge beworben.

Die Kosten werden aus einem Sonderinvestitionsprogramm des Bundes sowie der Länder Berlin und Brandenburg finanziert. Darin stehen bis zum Jahr 2030 insgesamt 400 Millionen Euro für die Rettung wesentlicher Denkmäler der Berliner und Brandenburger Schlösserlandschaft bereit. 50 Millionen Euro sollen allein in die Sanierung des Neuen Palais fließen.

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