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Ausstellungen - Rostock:Eröffnung von drei Ausstellungen in der Rostocker Kunsthalle

Rostock (dpa/mv) - Mit einem "Fest der Malerei" in gleich drei Ausstellungen will die Rostocker Kunsthalle bis Januar ihre Besucher begeistern. Insgesamt sind von Sonntag an 206 Bilder zu sehen, die drei unterschiedliche Positionen der zeitgenössischen deutschen Malerei darstellen, wie Kunsthallenchef Jörg-Uwe Neumann am Freitag sagte. Bei den Künstlern handelt es sich um den Leipziger Ulrich Hachulla, die gebürtige Quedlinburgerin Sabine Moritz, die in Köln wohnt und somit auch eine deutsch-deutsche Biografie in der Kunst repräsentiert, sowie um das in Berlin lebende Künstlerpaar Maike Abetz und Oliver Drescher.

Jede der Ausstellungen stehe für sich, sagte Neumann - für einen einzigen Kunsthallen-Besuch also viel zu viel. Deshalb gebe es Dauerkarten, um den Gästen bei einmaligem Eintrittspreis mehrere Besuche zu ermöglichen.

Mit einer Werkschau des 76-jährigen Hachulla setzt die Kunsthalle ihre Tradition fort, Werke von Künstlern mit einem Ost-Hintergrund zu zeigen. Seine Werke seien seit der Wende 1989 nicht mehr in einem ostdeutschen Museum gezeigt worden, sagte Neumann. Insgesamt sind 90 Arbeiten von Hachulla zu sehen, der zu den wichtigsten Vertretern der zweiten Generation der Leipziger Schule gehört.

Die Ausstellung "Sterne und Granit" von Sabine Moritz ist laut Neumann ihre erste Einzelausstellung in einem Museum Ostdeutschlands. Dabei habe die in Quedlinburg geborene Moritz die Ambivalenz der "realen DDR" miterlebt, sie präge Teile ihres künstlerischen Schaffens. Moritz ist mit Gerhard Richter verheiratet, der zu den weltweit bekanntesten lebenden Künstlern gehört.

Der "White Cube" (weißer Würfel) in der Kunsthalle ist für das Künstlerpaar Abetz und Drescher reserviert. Ihre Ausstellung "Place called Love" verwandelt den Lichthof in ein Gesamtkunstwerk, wie Neumann erklärte. Das Licht spiegelt sich im silbernen Boden. Auf den Wänden ist eine von den Künstlern entwickelte Tapete. Die knapp 30 Arbeiten nehmen Bezug auf das legendäre Woodstock-Festival vor 50 Jahren. In der Mitte ist eine Sitzecke, die die Besucher zum Verweilen einlädt.