Baustellen

Tatsächlich befindet sich ja in diesem Erinnerungsjahr nicht nur die Moderne auf dem Prüfstand, sondern auch die Bauten des vergangenen Jahrhunderts. Selten wurden so viele Gebäude abgerissen, die eigentlich noch intakt sind. Andernorts wird akribisch restauriert und saniert. Warum also nicht auch auf einer Architekturausstellung das zum Thema machen.

Venezuela war das offenbar zu blöd. Der Pavillon des italienischen Architekten und Raumkünstlers Carlo Scarpa wird erst nächstes Jahr eröffnet, bis dahin bleibt er mit zwei schnöden Türschlössern verriegelt.

Die Australier (hier im Bild zu sehen) drucken zwar lustige Slogans auf den Bauzaun ihres neuen Pavillons, stellen dann aber ein nicht nur unfassbar hässliches, sondern auch so ungelenkes rotes Zeltdach gegenüber auf der Wiese auf, dass dies nicht nur Frei Otto die Tränen in die Augen treiben dürfte.

Zum Weiterlesen: Ein Profil des Biennale-Chefs Rem Koolhaas findet sich hier, die ausführliche Besprechung des deutschen Pavillons hier.

Bild: Courtesy la Biennale di Venezia 7. Juni 2014, 16:382014-06-07 16:38:55 © SZ.de/ihe/rus