Debatte nach Literaturnobelpreis:Annie Ernaux, Israel und der Antisemitismus

Lesezeit: 5 min

Debatte nach Literaturnobelpreis: Annie Ernaux am 6. Oktober bei einer Pressekonferenz - wenige Stunden zuvor hatte sie erfahren, dass sie mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wird.

Annie Ernaux am 6. Oktober bei einer Pressekonferenz - wenige Stunden zuvor hatte sie erfahren, dass sie mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wird.

(Foto: Julien de Rosa/AFP)

Man kann alles in Ernaux' Werk überragend finden und dennoch fragen: Warum steht die Nobelpreisträgerin politisch ausgerechnet da, wo sie steht?

Von Nils Minkmar

Sie schreibt, sagte Annie Ernaux am Tag nach der Bekanntgabe des Literaturnobelpreises, leider nicht jeden Tag, aber wenn sie es tut, so bekräftigte sie im Gespräch mit dem öffentlichen Radiosender France Inter, dann mit jenem Antrieb, der in unseren postmodernen Ohren ungewohnt militant klingt: "Ich schreibe, um meine Klasse zu rächen."

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Kriminalfall
"Wir spüren, dass sie noch lebt"
Juristenausbildung
In Rekordzeit zur schwarzen Robe
Dschungelcamp-Finale
Eine Frau geht unseren Weg
Curry
Essen und Trinken
"Man muss einem Curry in der Zubereitung viel Aufmerksamkeit schenken"
Digitalisierung
KI, unser Untergang?
Zur SZ-Startseite