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Seite-Drei-Reporter:Menschen sind dazu geschaffen, sich zu versammeln

Bunte Masse bei der WM in Südafrika 2010: Fans verfolgen das Spiel der Niederlande gegen Dänemark im Stadium von Johannesburg

(Foto: imago; Bearbeitung SZ)

In Zeiten, da Fußball-EM und Olympia coronabedingt nicht stattfinden können, erinnert sich unser Reporter an die Magie vergangener Großereignisse.

Von Holger Gertz

Weil gerade so viel von Vereinzelung und Social Distancing die Rede ist: Großveranstaltungen im Sport sind vollkommen unzeitgemäße Angelegenheiten, denn Großveranstaltungen sind der Gegenentwurf von Social Distancing. Wer an Großveranstaltungen nur denkt, denkt schon in Wimmelbildern. Tausende von Athleten, Journalisten, Zuschauern. Milliarden am TV, jedenfalls bei den Eröffnungsfeiern. Großveranstaltungen zeigen: Menschen sind dazu geschaffen, sich zu versammeln.

Das Versammeln beginnt immer schon weit vor der Weltmeisterschaft, vor den Olympischen Spielen, die Süddeutsche Zeitung benennt und versammelt rechtzeitig eine eigene Mannschaft von Journalisten und Journalistinnen, die von diesen Ereignissen dann berichten. Die Reisegruppe besteht meist aus fünf, sechs exzellenten Könnern und Könnerinnen aus der Sportredaktion, die Fotografin Regina Schmeken war zuletzt oft dabei, hinzu kommen die Korrespondenten vor Ort und seit jeher ein Reporter, der die Seite Drei beliefert und andere, entlegenere Ressorts. Herbert Riehl-Heyse war bei den Olympischen Spielen in Montreal 1976, Axel Hacke in Atlanta 1996. Seit 2000 habe ich das Glück, bei diesen Großturnieren als Reporter antreten zu dürfen. Ganz früher war ich mal selbst Sportredakteur, so fing es an, und auch als Seite-Drei-Reporter halte ich den Sportjournalismus für eine ernst zu nehmende, interessante Disziplin. Vieles von dem, was uns im Nicht-Sport begegnet, begegnet uns auch im Sport, der - ein erstes und zugleich letztes Mal sei daran erinnert - auch nicht besser ist als die Welt an und für sich.

Das ist das Herausfordernde an diesen Events: dass ihnen mit sportjournalistischem Besteck allein nicht beizukommen ist. Es geht um politische Zusammenhänge, um ethische (Doping!) natürlich auch, und neuerdings geht es immer auch um Fragen von Schein und Sein, da war der Sport dem Politbetrieb sogar ein paar Jahre voraus. 2014, bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele im Schwarzmeerparadies Sotschi, lernten wir Olympiareporter bereits, dass es so etwas wie "alternative Fakten" gibt. In der Weltpolitik setzte sich die Wendung erst nach Donald Trumps Dienstbeginn 2017 durch, auf den Bühnen und Nebenbühnen des Sports wurde schon nach der Eröffnungsfeier in Sotschi damit hantiert. Bei einer Lichtershow hatte sich eine künstliche Schneeflocke nicht wie geplant in einen der fünf olympischen Ringe verwandelt, das kam weltweit live, weltweit war also von einer Panne die Rede. Aber weil das russische Staatsfernsehen zeitversetzt übertragen hatte und die Sequenz geschnitten worden war, hatte man in Russland von der Panne nichts mitbekommen, also wollten die russischen Organisatoren nach der Zeremonie auch gar nicht groß drüber reden. Panne? Welche Panne denn?

Für einen Seite-Drei-Menschen fängt ungefähr da das Überlegen an: Wie melke ich der Aktualität etwas ab, das man den Leuten auch ein paar Tage später noch zum Lesen geben kann? Die Seite Drei ist ein Querschnittressort, du musst auch diejenigen ansprechen, die sich für Sport überhaupt nicht interessieren. Du musst deine Geschichte vernünftig erzählen, ja, aber noch wichtiger ist es, eine erzählenswerte Geschichte erst mal zu finden, die nicht schon im aktuellen Blatt steht. Gerade bei Großveranstaltungen kommt es für einen Reporter darauf an, dahin zu schauen, wo andere eher nicht hinschauen. Die großen Stars kommen in meinen Geschichten in der Regel deshalb selten vor. Was die zu sagen haben, steht - kenntnisreich aufgeschrieben - im Sport. Ein Seite-Drei-Reporter hat die herausfordernde Freiheit, ein Nischenwesen zu sein. Er darf weggehen vom Event, aber er soll sich nicht in Nebensächlichem verlieren. Er soll die kleinen Dinge entdecken und ihre Größe begreifen. Darum ungefähr geht's. Im Fall von Sotschi war es so, dass die Pannen-Debatte abgelöst wurde durch Diskussionen über festgenommene Demonstranten, abgeführte Aktivisten, aufgehängte Banner, Krawalle in der Ukraine. Hochpolitische Spiele waren das in Putins Russland, ein Klima der Vorsicht herrschte, ein Klima des Zwangs. Wie kriegt man das in eine Geschichte?

Ich habe mich damals entschieden, jeden Tag in die Pressekonferenz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu gehen. Die ist immer morgens, man kann den Rest des Tages dann noch zum Bobfahren oder Eislaufen. Normalerweise kommen Pressekonferenzen in Reportagen nicht vor, sie liefern Infos, keine Szenen. Hier aber und über die Dauer vieler Tage war es eine Möglichkeit, das Muster hinter der Veranstaltung zu erkennen. Die Weltpresse nahm den IOC-Sprecher Mark Adams bei diesen Pressekonferenzen an jedem Tag ins Gebet, Reporter erzählten dem IOC-Mann von all den Störungen der Idylle, aber Adams blieb beinhart. Kein Schatten sollte auf Olympia fallen. "Wir hoffen, dass die Spiele nicht für politische Demonstrationen benutzt werden", sprach Adams - als wäre Olympia eine von der Welt abgekoppelte Blase. Wenn ich die Geschichte heute nachlese, erinnert mich das beschriebene Klima an die Informationsverhinderungspresserunden aus dem Weißen Haus mit Sprechern wie Sean Spicer oder Sarah Sanders.

Dass Sport eine Nebensache wäre, wird nur jemand behaupten, der nicht nachgedacht hat. Manchmal, wie in Sotschi, fühlt es sich so an, als wolle die Großveranstaltung alles bestätigen, was man vorher befürchtet hat. Manchmal erzählt sie das Gegenteil.

Ein Beispiel von 2010, Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, das Eröffnungsspiel gegen Mexiko fand statt im WM-Stadion Johannesburg mit seinen Business-Sitzen und Ehrentribünen. Ein paar Steilpässe weiter aber, in der Township Soweto, war im Thokoza-Park eine Wiese für ein Public Viewing vorbereitet worden, ganz vorn stand eine Leinwand. Auf dieser Wiese trafen sich alle, die sich WM-Tickets nicht leisten konnten. Fans, Arbeiter, Studenten und auch die Garküchenköchinnen, die sich von der WM ein Geschäft versprochen hatten. In den Stadien und ums Stadion herum durfte aber nur das Essen und Trinken von offiziellen Fifa-Partnern verkauft werden.

Die Weltmeisterschaft gehört den Reichen, das war ja die befürchtete Geschichte jener WM 2010: dass der Fußball ein Spielzeug des korrupten Geldadels ist, und die Masse bekommt wieder nichts ab. Das stimmt alles, aber Großveranstaltungen lassen einen immer auch das Ambivalente erkennen. Das Spiel ist so groß, dass die Leute sich ihren Anteil holen. Also, mein Auftrag: Dahin schauen, wohin nicht alle schauen. Dass es ein Public Viewing im Thokoza-Park geben würde, hatte ich in der Zeitung gelesen. Ein Hühnermann verkaufte Hühnerspieße direkt vom Grill, es gab kaltes Bier, die Leute trugen gelbe T-Shirts, auf die sie mit schwarzem Filzstift die Rückennummer ihres Lieblingsspielers gemalt hatten - der Rastamann Lawrence Siphiwe Tshabalala trug die 8, den mochten sie, er war in Soweto geboren.

Es wurde dann ein Tag zum Nie-Vergessen. Wie der Park sich mehr und mehr füllte, bei Spielbeginn waren vielleicht fünfzigtausend Leute da, dicht gedrängt. Oh ja, Großveranstaltungen zelebrieren die Gemeinsamkeit. Ich war so ziemlich der einzige Weiße. Und wahrscheinlich war ich auch ziemlich der einzige Zuschauer mit Ohrenschmerzen, denn jeder der fünfzigtausend Fans hatte seine Tröte dabei, Vuvuzela genannt. Die Ohrenschützer hatte ich in der Unterkunft liegen gelassen. Wir schauten auf die Leinwand, Südafrika war gut drin im Spiel, dann in der 53. Minute geschah es. "Man kann sehen, wie es sich entwickelt, man hat Zeit, Luft zu holen. Jeder Schritt des Mannes auf der Leinwand ist wie eine Ziffer eines Countdowns", steht in meiner Geschichte von damals. Ein Traumangriff Südafrikas: Konter aus der eigenen Hälfte, nur vier, fünf Stationen, one touch football, am Ende bekam links an der Strafraumgrenze Tshabalala den Ball, ausgerechnet Tshabalala, ein Name wie ein Schlachtruf: "Tshabalala!" Und Tshabalala lief und schaute und schickte den Ball ins Netz zum 1:0, ein unaufhaltsamer Angriff vom ersten bis zum letzten Kontakt, die Komposition eines Tores, Schönheit in Bewegung.

Im Thokoza-Park implodierte und explodierte alles gleichzeitig, Geschrei, Gebrüll, der heisere Sound der Vuvuzelas, als hätten sich sämtliche Mitglieder einer Schafherde gemeinsam erkältet und röhrten gemeinsam nach dem Doktor. Politologen schreiben bei solchen Gelegenheiten gern, dass die Leute so begeistert jubeln, weil ihr Land nach der Apartheid-Isolation in der Weltgemeinschaft nun endgültig wieder angekommen sei. Sicher stimmt auch das, vor allem in der Rückschau auf so ein Turnier. Vor Ort allerdings waren da fünfzigtausend Fans in dünnen T-Shirts, die tranken und sangen und den Moment feierten, nichts weiter. Da drüben saßen die Bonzen im Stadion, aber jetzt war die Weltmeisterschaft hier, genau hier. Manchmal - "Tshabalala!" - gibt es auch bei Kommerzfestivals ganz tiefe, echte Sequenzen; dann versteht man die Liebe, die viele Menschen für Fußball noch immer und trotz allem empfinden.

Wenn man über Olympische Spiele nachdenkt, fällt einem - mit allem Recht - viel Negatives ein. Gigantismus, Doping. Die Bausünden, die Verbrechen an der Umwelt, der Nepotismus der Funktionäre, neuerdings auch wieder viel Pathos, Patriotismus. All das muss und soll immer wesentlicher Teil der Berichterstattung sein. Auf der anderen Seite habe ich jetzt, wo Corona dafür gesorgt hat, dass Olympische Spiele tatsächlich ausfallen, erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg, nur wenige Kritiker gehört, die gesagt haben: Stampft das alles bei der Gelegenheit doch gleich ganz ein. Dass die Spiele tatsächlich nicht stattfinden, ist eine Zäsur, die einen darüber nachdenken lässt, ob der Welt vielleicht doch etwas fehlt, ohne Spiele. (Solange sie regelmäßig stattfanden, hat man darüber nicht nachgedacht.)

Bei mir war es eine Art Erweckungserlebnis, als ich die Olympischen Spiele in Barcelona 1992 praktisch komplett im Fernsehen verfolgt habe. Das ZDF hatte damals eine herausragende Sportredaktion: Günther Jauch war dabei, Marcel Reif, Michael Palme, Jochen Bouhs, Norbert König. Es war informativ, was sie machten, es war unterhaltend und bissig; kritisch und leicht zugleich. Vom Stil her so, wie das Team der Süddeutschen Zeitung seitdem über Großveranstaltungen berichtet. Und dass ich ein Teil dieser Art Berichterstattung sein kann, kommt mir tatsächlich vor wie die Erfüllung eines kleinen Traums.

Holger Gertz WM 2018 Moskau

Seite-Drei-Reporter Holger Gertz bei der Fußball-WM 2018 in Moskau

(Foto: Privat)

Nicht nur Sportler reden davon, dass sie zu Olympia wollen, Journalisten wollen auch dahin, um Geschichten zu erzählen oder um eine persönliche Geschichte abzurunden. Seit 2000 war ich bei jeder Olympia-Eröffnungsfeier. Ich bilde mir ein, die Abgründe hinter diesen Veranstaltungen zu kennen. Aber noch immer bin ich auch auf seltsame Art berührt, wenn ich in so einem Stadion sitze und die Mannschaften laufen ein. Sportler aus Deutschland, aus Palau. Menschen mit Hoffnungen und Träumen auch aus Ländern, die so heißen wie Partybands aus den Fünfzigern: St. Vincent und die Grenadinen.

Der Mensch - wir lernen es gerade - kommt so schwer damit klar, sich nicht versammeln zu dürfen. Das ist das Spezielle an Großveranstaltungen: dass der Mensch sich da versammeln darf.

Die Erinnerungen sind erstaunlich langlebig, ans Große der Großveranstaltungen, ans Kleine. Ich sehe immer noch die australische Nationalheldin Cathy Freeman über die Bahn rasen, 400 Meter bei den Spielen in Sydney 2000. Ich erinnere mich aber genauso gut an den Supermarkt bei unserem damaligen Quartier und sogar noch an die Biersorte, die dieser Markt bereithielt: Carlton Cold. Ich sehe noch die Scharfschützen, sie lagen auf den Dächern des Olympiastadions in Salt Lake City 2002, so kurz nach Nine Eleven.

Ich erinnere mich, wie ich bei den Spielen 2010 in Vancouver mit meinem Kollegen René Hofmann noch einen schnellen Kaffee im Hotelfoyer trank. René hatte den Fernseher im Blick, der an der Wand hing, es lief live das Rodeltraining. Auf einmal knallte es, und ich musste mich gar nicht zum Fernseher umdrehen, mir reichte der Blick in Renés Gesicht: Der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili war gerade aus der Bahn geschleudert worden und gestorben.

Ich erinnere mich an die Eröffnungsfeier 2018 in Pyeongchang, es war so kalt, allen gefror der Atem, auch meiner Kollegin Saskia Aleythe und mir. Dafür war es 2014 bei der WM in Brasilien angemessen warm, als ich nach dem Titelgewinn mit Javier Cáceres zu Gott aufbrach, also wenigstens zu Cristo Redentor. Wir bestiegen den Corcovado, auf dem die Statue steht. Na ja, ein Stück weit fuhren wir auch mit der Zahnradbahn.

Wenn man sich an Großveranstaltungen erinnert, erinnert man sich an die angenehme Gesellschaft, in der man gewesen ist, an meinen Kollegen Thomas Kistner, mit dem ich bei der WM 2006 das Quartier in Berlin vollqualmte; mit dem ich 2004 bei den Spielen in Athen in Bimmelbahnen reiste; mit dem ich bei den Spielen 2016 in Rio vom Fußballfinale berichtete.

Darum geht es: Großveranstaltungen in ihrer ganzen Ambivalenz einzufangen, das Schauderhafte, das Betrügerische auch - aber eben auch das spektakulär Menschliche. Letzte Erinnerung, der 8. Juli 2014, Halbfinale der WM, Deutschland gegen Brasilien in Belo Horizonte, die Süddeutsche Zeitung hatte ihre besten Leute im Stadion, ich war in unserem Quartier in Rio de Janeiro geblieben, einer angemieteten Wohnung im Stadtteil Leme, mit Schlafplätzen für sechs Leute. Wir sahen das Spiel im Fernsehen, mein Kollege Konstantin Kaip und ich, auf dem Tisch standen Bier und Cashew-Nüsse, und weil Konstantin Deutsch und Portugiesisch kann, konnte er alles übersetzen, was im Fernsehen gesagt wurde. Erst mal Werbeblock, verschiedene Versionen von "Mostra tua força Brasil", dem WM-Song der Bank Itaù. (Ich habe ihn bei der WM so oft gehört und werde die Melodie in Jahren noch mitsummen können.) Dann: Anpfiff.

Nicht viel später wurde der brasilianische Legendenstürmer Ronaldo eingeblendet, der mit seiner Mickymaus-Stimme bei TV Globo über die deutsche Elf sprach, Konstantin übersetzte automatisch mit: "Sie spielen, als ob sie im Training gegen eine Jugendmannschaft antreten müssten." Da stand es schon 4:0, für Deutschland.

Die Brasilianer waren plattgemacht worden vom Druck, von ihren eigenen Emotionen. Die Spannung, die sich aufgebaut hatte, richtete sich gegen sie. Jetzt waren sie ohne Plan und Geleit unterwegs da auf dem Platz. 5:0 für Deutschland, Anruf aus der Redaktion. Ich müsse, angesichts der Wucht der Ereignisse, eine Seite Drei schreiben, ich sei ja nicht zum Spaß da unten.

Zur zweiten Halbzeit also zur Recherche runter an die Copacabana, die Stimmung einfangen. Vorbei am Supermarkt Zona Sul, rüber zur Bar Sindicato, zu den Strandkiosken, mit Getränken, Zigaretten, Kokosnüssen, 24 Stunden geöffnet, an jedem Kiosk hing ein Fernseher. Auf dem Bildschirm des Kiosks Mangabeira warf der Verteidiger Benedikt Höwedes den Ball ein, der Kommentator nannte ihn Howetz, das klang bedrohlich genug. Etwas weiter die Avenida Atlântica runter im Fan-Park verdichtete sich das Geraune zum Geräusch, Jubel oder Entsetzen, das sechste Tor für Deutschland, am Ende stand es 7:1.

Nur Fußball? Ich habe selten so viele enttäuschte Gesichter gesehen wie in dieser Nacht an der Copacabana, heulende Kinder, Frauen mit zerlaufener Schminke, alle brasilianischen Fahnen auf Halbmast, alle Hoffnungen kaputt, alle Biere getrunken. Aber tatsächlich auch ein Eindruck, der dem Bild vom tumben Deutschen im Ausland glatt widerspricht: kein Triumphgeschrei der deutschen Touristen am Strand, keine Überheblichkeit der deutschen Fußballer im Fernsehen. Sie waren die besten Gewinner, die man sich vorstellen konnte. Siegten 7:1 im WM-Halbfinale, siegten in Brasilien gegen Brasilien - aber triumphierten nicht. Was für eine Leistung.

Keine Ahnung, wann die nächste Großveranstaltung auf dem Programm steht. Tokio 2021 - ob das Virus das zulässt? Es wäre interessant zu sehen, wie die Menschen nach so langer Distanz das Privileg wertschätzen, wieder beieinander sein zu können. Das wäre dann eine neue Erfahrung bei einem Großturnier: das wiedergefundene Miteinander als größte Sensation. Ich glaube, ich würde das ganz gern erleben.

© SZ.de/leja
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