Der Kumpel

Daran ist er zu erkennen:

Kumpeltypen sind bodenständig. Sie denken nicht in starren Rollen nach dem Motto "Ich Chef, du Mitarbeiter". Man kann mit ihnen auch über Persönliches reden. Für einen Ausflug ins Stadion oder eine gemeinsame Shoppingtour sind sie immer gerne zu haben.

So lässt sich mit ihm arbeiten:

Die Zusammenarbeit mit Kumpeltypen ist unkompliziert - es sei denn, sie vergessen, dass der Freund auch der Vorgesetzte ist. "Chefs müssen Grenzen ziehen", sagt Wegener. Auch als Frau ist sie männlichen Kumpeltypen gegenüber vorsichtig. Auf die Einladung zum Abendessen schlägt sie ein Mittagessen vor: "Wir können uns gerne über Privates unterhalten, aber besser integriert in den Arbeitstag."

Deshalb ist er gut fürs Team:

Der Kumpeltyp ist kollegial und sorgt für ein Wir-Gefühl im Team. Oft ist er derjenige, der die Tassen in die Spülmaschine räumt. Wenn die Abteilung das ausnutzt, sollten Teamleiter eingreifen: "Solche kleinen Dinge sind groß in der Symbolik", sagt Wegener. Oft räumten etwa die Frauen im Team hinter den Kollegen auf und bestärkten damit unbewusst Rollenklischees: "Wenn man das als Chef sieht, kann man sagen: Jeder hat eine Woche Teeküchendienst."

Welche Typen es in jedem Unternehmen gibt, hat sich Stephanie Wegener zusammen mit ihren Beratungskollegen Thomas-Navin Lal und Ulrich Schlattmann für den "Consulting Survival Guide" überlegt. Damit wollen sie junge Berater beim Berufseinstieg unterstützen.

Bild: Illustration Jessy Asmus 4. November 2018, 16:482018-11-04 16:48:53 © SZ.de/lho