Der Dampfplauderer

Daran ist er zu erkennen:

Der Dampfplauderer kann gut reden, sagt aber wenig Konkretes. Und je besser er dampfplaudert, desto schwieriger ist er zu erkennen. Zu entlarven ist er nur mit konkreten Rückfragen: Was meinen Sie genau? Wie kommen Sie zu dieser Annahme? Eine Beobachtung hat Stephanie Wegener bei diesem Typen immer wieder gemacht: "Er versucht oft, Unwissenheit oder Unsicherheit zu verstecken."

So lässt sich mit ihm arbeiten:

Den Dampfplauderer muss man unterbrechen, um voranzukommen: "Okay, das habe ich verstanden. Aber was sind die drei Dinge, die wir jetzt machen müssen?" Schwierig für Mitarbeiter sind wolkige Arbeitsanweisungen, sagt Wegener: "Klären Sie mit einem Chef vom Typ Dampfplauderer unbedingt, was Sie konkret tun sollen und bis wann."

Deshalb ist er gut fürs Team:

Wer unsicher auftritt, dem wird oft nichts zugetraut - und andersherum. Vom Dampfplauderer können sich Kollegen deshalb etwas Wichtiges abschauen, sagt Wegener. Sie nennt es das Prinzip: "Fake it till you make it." Also: Tue so als ob, bis du es kannst. Psychologisch ist es nämlich viel einfacher, in eine Aufgabe hineinzuwachsen und sie zu erfüllen, wenn alle an den Erfolg glauben.

4. November 2018, 16:482018-11-04 16:48:53 © SZ.de/lho