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Krankmeldungen:Immer diese Blaumacher

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Die Zahl der Krankmeldungen ist heute höher als vor zehn Jahren. Das lässt sich aber nicht unbedingt damit erklären, dass die Deutschen öfter krankfeiern.

(Foto: sde/iStock)

Ein Unternehmer beschwert sich, dass Mitarbeiter sich zu oft Montag und Freitag und zu lange krankschreiben lassen. Es gebe zu viele Simulanten in Deutschland. Stimmt das - und was sind die Gründe?

Von Uwe Ritzer

Es sind dramatische Nachrichten über eine "englische Krankheit", die von der Insel nach Kontinentaleuropa schwappen und speziell nach Deutschland. Es geht um den gestiegenen Krankenstand in den Unternehmen. Eine "lädierte Arbeitsmentalität" und ein "Trauerspiel" attestieren einige Medien. Die Phoenix-Gummiwerke in Hamburg dienen als Negativbeispiel. Dort seien im Jahr zuvor "mehr als zwei Drittel der Männer und drei Viertel der Frauen" an "mehreren Tagen oder Wochen" der Arbeit ferngeblieben, heißt es. Nur gut ein Viertel der gewerblichen Beschäftigten habe über den Jahresurlaub hinaus kein einziges Mal gefehlt. Und alles nur wegen dieses neu formulierten Lohnfortzahlungsgesetz im Krankheitsfall.

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