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Finanzcheck nach dem Studium:Mieten, wohnen, bauen

[] Mieten, wohnen, bauen: Zum Start ins eigene Leben gehörte früher wie selbstverständlich das Eigenheim. Heute wollen immer weniger junge Leute sofort in die eigenen vier Wände. Kaum einer weiß schließlich, ob ihn sein Job nicht doch in eine andere Stadt führen wird. "Wer trotzdem eine Wohnung kaufen oder ein Haus bauen will, sollte 20 Prozent Eigenkapital verfügen, um einen Kredit zu bekommen. Zudem erleichtert es die Verhandlung mit der Bank erheblich, wenn die Probezeit beendet ist und ein festes Arbeitsverhältnis besteht", sagt Finanzberaterin Kühn. Eine derart langfristige Entscheidung sollte daher nicht in den ersten Monaten des Berufslebens getroffen werden.

[] Bafög zurückzahlen: Wer während des Studiums Bafög erhalten hat, muss fünf Jahre nach dem Ende der Regelstudienzeit mit der Rückzahlung beginnen. Vorausgesetzt, er verdient mehr als 1070 Euro im Monat, andernfalls wird die Rückzahlung nach hinten verschoben. Maximal 10.000 Euro sind jedoch irgendwann fällig - entweder als Monatsraten oder man zahlt gleich alles auf einmal. Als Bafög-Empfänger kann man sich zudem von der GEZ befreien lassen. Mit der Exmatrikulation fällt aber auch diese Vergünstigung weg - jetzt müssen monatlich 17,98 Euro an die Rundfunkanstalten bezahlt werden.

[] Studienkredite tilgen: Ein privater Studienkredit ermöglicht es Studenten, sich ganz auf die Vorlesungen zu konzentrieren ohne nebenher jobben zu müssen. Beim Start ins Berufsleben müssen diese Schulden allerdings zurückgezahlt werden. Schon beim Abschluss des Kredits sollte man daher darauf achten, dass nicht direkt nach dem Examen mit der Rückzahlung begonnen werden muss. So hat man in den ersten Jahren, in denen häufig noch wenig verdient wird, Zeit, für die Rückzahlung zu sparen.

[] Unterhalt: Bis zum Ende der ersten Ausbildung sind die Eltern zur Unterhaltszahlung verpflichtet. Wer diese beendet hat und selber Geld verdient, kann keine Unterstützung mehr erwarten, auch Kindergeld gibt es dann nicht mehr. Was viele nicht wissen: Die Unterhaltspflicht funktioniert auch umgekehrt. Wer Eltern hat, die bedürftig sind, muss im Ernstfall für sie aufkommen - vorausgesetzt er verdient genug.