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Finanzcheck nach dem Studium:Sparen und anlegen

[] Sparen und Geld anlegen: Mit dem ersten Gehalt erleben viele eine angenehme Überraschung: Gegen Ende des Monats ist tatsächlich noch Geld auf dem Konto. Was fängt man damit an? Die unabhängige Finanzberaterin Stefanie Kühn rät Berufsanfängern zum Aufbau einer Notfallreserve: "Drei bis fünf Nettomonatsgehälter, die man flexibel und schnell erreichbar auf dem Tagesgeldkonto platziert, sind eine sehr gute Idee. So hat man einen Rückhalt, falls etwas schiefgeht und zum Beispiel kurze Phasen der Arbeitslosigkeit überbrückt werden müssen."

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In den ersten Monaten im neuen Job sind jedoch oft noch einige Anschaffungen zu machen. "Bürokleidung oder eine neue Wohnung sind typische Ausgaben zum Berufsstart", erklärt Kühn. In dieser Zeit nicht zu sparen, sei daher völlig in Ordnung. Wer die Probezeit überstanden hat und langfristig plant, kann dann einen Teil seines Tagesgeldkontos in Festgeld umschichten.

Für die Altersvorsorge empfiehlt es sich darüber hinaus, sein Geld in Aktienfonds anzulegen. Hier muss sich jeder die Mühe machen, die verschiedenen Fonds eingehend zu studieren. Vergleichsrechner im Internet oder Fachzeitschriften bieten günstigen Rat. Wer sich für einen Fonds entscheidet, sollte sich über seine Risikomentalität im Klaren sein. Auch empfiehlt es sich, einen Fonds zu wählen, der weltweit agiert und nicht nur auf ein Land oder eine Branche setzt. Zudem rät Kühn, sich für einen Fonds ohne Ausgabenaufschlag zu entscheiden.

Riester-Sparen hält die Finanzexpertin für Akademiker, selbst bei Berufseinsteigern, für wenig sinnvoll: "Das lohnt sich vor allem für Geringverdiener." Die Zulage von 154 Euro macht bei niedrigen Sparbeträgen deutlich mehr aus. Allerdings: Wer noch keine 25 Jahre alt ist und riestern möchte, erhält bei Vertragsabschluss einmalig 200 Euro.

Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW hält daher nichts von Pauschalurteilen: "Auch für gut verdienende Akademiker kann riestern interessant sein - die Sparbeiträge sind schließlich steuerlich absetzbar." Der Verbraucherschützer findet: "Jeder sollte zumindest prüfen, ob Riester-Sparen für ihn Vorteile bietet."

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