bedeckt München 17°
vgwortpixel

Finanzcheck nach dem Studium:Worauf Berufsanfänger achten sollten

Lohnt sich eine Riester-Rente? Und wer braucht eine Hausratversicherung? Mit diesen Fragen wird jeder Berufsanfänger früher oder später konfrontiert - gut, wenn er dann weiß, worauf zu achten ist. Ein Überblick.

Mit dem Berufseinstieg beginnt es endgültig, das Erwachsenenleben. Das Zeitungsabo kostet plötzlich viel mehr, die Bahncard sogar das Doppelte als vorher und die Rabatte beim Pizzabäcker oder Friseur fallen jetzt weg. Richtig kompliziert wird es, wenn man sich nun, mit dem ersten richtigen Gehalt, auch um Versicherungen, Altersvorsorge oder die Rückzahlung von Studienkrediten kümmern muss. Die SZ fasst zusammen, was jetzt zu tun ist.

Gruppenbild vor Brandenburger Tor zum Studienabschluss

Nicht nur Grund zur Freude: Spätestens nach dem Studienabschluss müssen sich Absolventen Gedanken um ihre Finanzen machen.

(Foto: ddp)

[] Krankenversicherung suchen: Wer eigenes Geld verdient und älter als 25 Jahre ist, fliegt aus der günstigen und bequemen Familienversicherung heraus. Nun muss man sich für eine andere Versicherung entscheiden, wobei für die meisten Berufsanfänger nur die gesetzlichen Kassen in Frage kommen. Kaum einer verdient schon so viel, dass er sich privat versichern kann. Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale NRW rät, bei unabhängigen Vergleichsportalen wie Stiftung Warentest zu prüfen, welche Kasse welche Leistung bietet.

Einer legt zum Beispiel Wert auf homöopathische Zusatzangebote, dem anderen ist wichtig, dass Reise-Impfungen übernommen werden. Zudem sollte man beachten, welche Kasse "beitragsstabil" ist, also in den letzten Jahren keine Zusatzbeiträge verlangt hat. Wer häufig für kurze Zeit außerhalb der EU unterwegs ist, für den lohnt sich eine Auslandskrankenversicherung, die es schon für etwa fünf Euro im Jahr gibt.

[] Weitere Versicherungen abschließen: Darüber hinaus sollte jeder, "absolut jeder", eine private Haftpflichtversicherung abschließen, empfiehlt Weidenbach. Die kostet knapp 60 Euro im Jahr und greift immer dann, wenn man anderen einen Schaden zufügt. Das kann erstens leicht passieren und zweitens ziemlich teuer werden. "Schlimmstenfalls zahlt man sein Leben lang Rente", warnt die Verbraucherschützerin. Ein weiteres Muss: die Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer durch Krankheit oder einen Unfall weniger oder gar nicht mehr arbeiten kann, rutscht sonst schnell auf Hartz IV ab - ein großes Risiko, das jeden treffen kann. Auch eine Risikolebensversicherung ist sinnvoll. Aber nur, wenn nach dem Ableben Hinterbliebene versorgt werden müssen oder hohe Kreditforderungen vererbt würden. Wer einen Hund hat, schließt darüber hinaus eine Tierhaftpflicht ab, wer ein Auto hat, muss eine Kfz-Haftpflicht haben. Alles Weitere, wie zum Beispiel die Hausratsversicherung, ist nur dann notwendig, wenn man sehr wertvollen Besitz im Haus hat.

Gehältervergleich

Was Azubis verdienen