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Fangfragen im Bewerbungsgespräch:5. "Können Sie uns zehn Schwächen von sich nennen?"

Was soll die Frage? Stellen Personaler diese Fragen, hoffen sie, dass der Bewerber mehr über sich erzählt, als er eigentlich wollte. Viele haben sich im Vorfeld ein oder zwei Schwächen überlegt, die sie von sich preisgeben wollen, erzählt Stärk. Aber mit zehn Schwachpunkten hat sich kaum jemand auseinandergesetzt.

Die ideale Antwort: Bewerber sollten nun bei ihrem ursprünglichen Plan bleiben, und nur jene Defizite darlegen, die sie sich im Vorfeld überlegt haben. Das sind idealerweise Schwächen, die sie haben, die sich in der aktuellen Position jedoch nicht auswirken. Das kann zum Beispiel sein, dass jemand rhetorisch nicht sehr geschickt ist, das in seiner Position aber auch nicht sein muss. Die Zahl zehn überhören Jobsuchende einfach. Kommt eine Nachfrage, geben sie möglicherweise eine andere preis. Danach können sie sagen: "Tut mir leid, da fällt mir keine weitere mehr ein."

6. "Was wiegt eine Boeing 707"?

Was soll die Frage? Dem Bewerber wird eine Wissensfrage gestellt, die er unmöglich beantworten kann. Karriereberater Jürgen Hesse erklärt, dass Personaler mit einer solchen Frage auf die Reaktion des Gegenübers abzielen. Bleibt der Bewerber gelassen und geht logisch vor oder läuft er rot an und druckst verlegen herum?

Die ideale Antwort: Zunächst einmal können Bewerber versuchen, Zeit zu gewinnen. Sie können etwas sagen, wie: "Interessante Frage, wobei ich gar keinen Zusammenhang zu meiner Stelle sehe." Dann können sie zugeben, dass sie die Antwort nicht wissen, aber dass sie es mit einer kurzen Internetrecherche schnell herausfinden würden.

7. "Wer oder was wären Sie gerne im nächsten Leben und warum?"

Was soll die Frage: Hier soll die Spontaneität und Kreativität eines Bewerbers getestet werden, erklärt Hesse.

Die ideale Antwort: Es gibt bei dieser Frage kein richtig oder falsch, erklärt Hesse. Die Hauptsache sei hier, dass Kandidaten überhaupt etwas sagen. Nicht schlecht sei zum Beispiel, wenn Bewerber zeigen, dass sie mit sich selbst im Reinen sind. Das ist zum Beispiel möglich, indem sie sagen, sie würden gerne wieder als Mann oder Frau geboren werden und wieder das Fach wählen, das sie studiert haben.

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