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Stiftung Warentest:Die beste Sonnencreme ist gleichzeitig die günstigste

Die Stiftung Warentest hat Sonnenschutzmittel untersucht. Die beiden günstigsten Cremes erreichen den ersten und den letzten Platz.

Für einige ist es nach der Hitzewelle in der vergangenen Woche vielleicht schon zu spät, die Nachwirkungen des Sonnenbrandes sind noch spürbar. Für den großen Sommerurlaub kommt der aktuelle Test der Stiftung Warentest aber wohl gerade rechtzeitig: Sie hat verschiedene Sonnencremes auf ihre Wirkung und Qualität überprüft und spricht von einem "guten Jahrgang".

So ist die Stiftung Warentest vorgegangen

  • Die Tester analysierten insgesamt 19 verschiedene Cremes und Sprays. Dafür legten sie Kategorien fest, die mit unterschiedlicher Gewichtung in das Testurteil einflossen: Sonnenschutz (35 Prozent), Feuchtigkeitsanreicherung (20 Prozent), Anwendung (25 Prozent) und Beschriftung und Verpackung (20 Prozent).
  • Die Untersuchungen fanden im Labor statt, der UV-Schutz und die Feuchtigkeitsanreicherung der Haut wurde mit freiwilligen Testpersonen geprüft.
  • Die Tester untersuchten auch, ob in den Produkten bestimmte Mineralölrückstände enthalten sind (Moah und Mosh). Die gute Nachricht: In keinem der untersuchten Produkte konnten diese Rückstände nachgewiesen werden.

Das sind die zentralen Ergebnisse

  • Die Tests fielen insgesamt sehr gut aus. Nur ein Produkt bekam das Testurteil "befriedigend" (Ream Sun Care), sieben Cremes und Sprays bewertete die Stiftung Warentest mit "sehr gut".
  • Unter den Testsiegern sind viele günstige Produkte aus dem Discounter oder dem Supermarkt: Ombra Sonnenmilch von Aldi Nord, Ombia Sonnenmilch von Aldi Süd, Sôl Sonnenspray von Real und Sun Ozon Sonnenmilch von Rossmann. Teilweise deutlich teurer, aber ähnlich gut sind getestete Produkte von Dm, Douglas und Jean&Len.
  • Das beste und das schlechteste Produkt im Test, Ombra Sonnenmilch (Note 1,4) und Ream Sun Care (Note 3,5), sind gleichzeitig auch die günstigsten: Sie kosten nur 1,20 Euro pro 100 Milliliter.
  • Vorsichtig sollte man bei der Angabe "wasserfest" sein. Hersteller müssen nur recht lockere Vorgaben beachten, um sie auf die Verpackung schreiben zu dürfen. Selbst wenn die Creme nach dem Baden nur noch die Hälfte des Schutzes bietet, darf sie "wasserfest" genannt werden. Entsprechend schlecht fiel der Test in diesem Bereich aus: Die beste Bewertung bei der Wasserbeständigkeit war die Note "befriedigend".

Der vollständige Test kann kostenpflichtig direkt bei der Stiftung Warentest gelesen werden.

Ratschläge zur richtigen Anwendung

  • Oft hinterlässt Sonnencreme hässliche Flecken auf der Kleidung. Um sie zu vermeiden, sollte man die Creme vor dem Anziehen gut einziehen lassen. Kleidung aus natürlichen Fasern wie Baumwolle ist anfälliger für Flecken als solche aus synthetischen Fasern. Waschen sollte man fleckige Kleidung bei niedrigen Temperaturen, Bleichmittel verstärken die Flecken.
  • Wer nicht nur in der Sonne liegt, sondern auch baden gehen will, sollte nicht darauf vertrauen, wenn auf der Packung "wasserfest" steht. Also: Nach dem Baden und Abtrocknen auf jeden Fall noch einmal eincremen.
  • Kinder sollten schon morgens und dann über den Tag verteilt mehrfach eingecremt werden. Zwischen 12 und 15 Uhr strahlt die Sonne am stärksten, dann sollte eine Pause im Schatten eingelegt werden. Kleidung schützt zusätzlich vor schädlicher UV-Strahlung.
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